Wie ist der Honig von 2017?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wie ist der Honig von 2017?

      Hallo,

      Das mein Honig gut schmeckt, sagen mir die Kunden, aber um mein eigenes Produkt besser einschätzen zu können, hab ich je einen Bütenhonig, Wald- und Blütenhonig und "Waldhonig" der Ernte 2017 untersuchen lassen. Die Ergebnisse sind teilweise doch überraschend.
      Das fängt mit dem Wassergehalt an, 15,4 bis 16.3%, das ist viel weniger als ich selber gemessen habe. Ideal finde ich einen Wert zwischen 16,5 und 17%.
      Die Invertaseaktivität liegt bei 100 (99 -105). Erwärmt oder verlüssigt wurde nie.
      Die Leitfähigkeit beim Blütenhonig, überwiegend Akazie, liegt bei 225µS, danach bei der Waldtracht um 650µS, weil erst noch Akazie und später ich weiß nicht was alles dabei war. So ist das aber kein Waldhonig.
      Der ph-Wert ist wie er ist, 4,xx, und ganz wichtig, der HMF-Wert ist überall 0. Das muß er auch, der Honig soll ja auch 2018 die Qualität halten.

      Bleibt noch die Menge: Für mich genug und ich darf auf ein gutes Jahr zurückblicken. :)

      LG, Thomas
      Dateien
      • IMG_1708.jpg

        (224,59 kB, 12 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Wassergehalt ist ja DAS Qualitätskriterium für guten Honig. Ob das wirklich so richtig ist bezweifle ich einw enig. Es gibt viele STudien die belegen dass Honig mit sehr niedrigem, Wassergehalt sensorisch weit hinter Honig mit etwas höherem Wassergehalt zurückbleibt. Ich hab mirs nicht genau gemerkt wieso das so ist, aber irgendwie benötigt der Mensch um den vollen Geschmack wahrnehmen zu können Wasser als Beimengung (die schreiben das natürlich weit wissenschaftlicher). Gerade beim Cremehonig ist ein zu hiher Wassergehalt aber auch nicht ideal, weil...

      Mir ists natürlich egal und es steht jedem frei Honig mit extrem niedrigen Werten zu schleudern. Ich möchte es nur zu bedenken geben.
      Ich sehe kein Problem darin wenn mein Honig 17% hat. Qualität kann man meiner Meinung nach nicht nur an Laborwerten festmachen.

      Zum Eingangsthema. Auch ich hatte heuer eine für mich gute Ernte und heuer ist die Ernte auch allgemein mit sehr niedrigem Wassergehalt. Vergangenes Jahr habe ich mehrere Gebinde dabei die doch einen recht hohem Wassergehalt aufwiesen, heuer habe ich nur dreiKübel Wald die 17,9% erreichen, die habe ich am Saisonende geschleudert um meine Behandlung durchführen zu können. Alles andere ist mit sehr guten Laborwerten ausgefallen.

      Überraschungen gab es natürlich auch. AN einem meiner Edelkastanienplätze war z.B. 0,0 Kastanie drinnen (Auch nicht als Begleitpollen,etc.), am anderen Blüte mit Edelkastanie.
      Liebe Grüße

      Abnormal
    • abnormal schrieb:

      Wassergehalt ist ja DAS Qualitätskriterium für guten Honig. Ob das wirklich so richtig ist bezweifle ich einw enig. Es gibt viele STudien die belegen dass Honig mit sehr niedrigem, Wassergehalt sensorisch weit hinter Honig mit etwas höherem Wassergehalt zurückbleibt. Ich hab mirs nicht genau gemerkt wieso das so ist, aber irgendwie benötigt der Mensch um den vollen Geschmack wahrnehmen zu können Wasser als Beimengung (die schreiben das natürlich weit wissenschaftlicher). Gerade beim Cremehonig ist ein zu hiher Wassergehalt aber auch nicht ideal, weil...

      Mir ists natürlich egal und es steht jedem frei Honig mit extrem niedrigen Werten zu schleudern. Ich möchte es nur zu bedenken geben.
      Ich sehe kein Problem darin wenn mein Honig 17% hat. Qualität kann man meiner Meinung nach nicht nur an Laborwerten festmachen.

      Zum Eingangsthema. Auch ich hatte heuer eine für mich gute Ernte und heuer ist die Ernte auch allgemein mit sehr niedrigem Wassergehalt. Vergangenes Jahr habe ich mehrere Gebinde dabei die doch einen recht hohem Wassergehalt aufwiesen, heuer habe ich nur dreiKübel Wald die 17,9% erreichen, die habe ich am Saisonende geschleudert um meine Behandlung durchführen zu können. Alles andere ist mit sehr guten Laborwerten ausgefallen.

      Überraschungen gab es natürlich auch. AN einem meiner Edelkastanienplätze war z.B. 0,0 Kastanie drinnen (Auch nicht als Begleitpollen,etc.), am anderen Blüte mit Edelkastanie.

      Wassergehalt ist neben dem Geschmack ein Qualitätskriterium das vom Kunden wargenommen wird, dei besten Laborwerte nützen nichts, wenn diese beiden Kriterien für ihn nicht passen. In meiner Gegend steht der großteil der Kunden auf dunklen zähflüssigen Honig und der Cremhonig hat auch seine Liebhaber, jedoch wenn in manchen Jahren der Wassergehalt beim flüssigen Honig in Richtung 16 + geht, da kommen so manche Anfragen weshalb und warum, vieleicht sind meine Kunden auch nur verwöhnt aber es ist eben so.

      Grüße Wolfgang
    • stefanzo schrieb:

      ließen meine Bienen nicht vom Klee ab
      ich habe auch gleiches bei einem Stand, nur der Kleehonig (mit einem Rest von Akazie)ist eine Klasse für sich und sehr hell. Der Geschmack erinnert leicht an den Duft von Heublumen. Für mich wurde er bereits mein Liebling in den Frühstückskaffee anstatt reinem Akazienhonig.
      Dachte anfangs, den bringe ich nie weg, jedoch verkauft er sich gut. Ich habe zum Glück Kunden, die nicht nur immer nach Waldhonig fragen, sondern bereit sind zu experimentieren und einige verlangen bereits gezielt nach Blütenhonigen, weil die geschmacklich doch deutlich interessanter sind. Ich habe von jedem Honig Kostprobengläser, so dass jeder neue Kunde weiß was er bekommt.
      GLG

      Peter

      ps.: Mir ist nur Sanftmut, Vitalität und Fleiß bei der Biene wichtig, und sonst nichts!!! äh: vielleicht noch Schwarmträgheit :)
    • @Wolfgang, hab gerade gesehen, dass Du aus Liezen bist. Ich vermute Du hast viel Waldhonig?
      Das würde mir die Situation erklären.
      Beim Wald habe ich auch immer einen deutlich niedrigeren Wassergehalt als bei den meisten Blütensorten.
      Und dann kenne ich natürlich auch Kunden vom Marktfahren die den ganzen Stand nach dem dünklesten zähesten Honig durchsuchen. Bei sämtlichen Blütenhonigen meinen diese "was ist denn das, das ist ja voll hell" - Erklärungen Sinnlos, für diese ist nur Waldhonig Honig und alles andere gibt's gar nicht ;) (sagen sie meistens selber so) , --vornehmlich kommt dieses Klientell aus der Steiermark oder Kärnten.Und ich habe natürlich ein Glas Honig für sie mit dabei - Waldhonig von einem befreundeten, steirischen Kollegen. Den erkennen sie dann als Honig an.
      Ansonsten haben wir das Problem hier im Osten eher nicht. Hier ist Blüte Standard und der Wald eher selten...
      Liebe Grüße

      Abnormal
    • Imker schrieb:

      wobei Akazie immer wenig hat, heuer liegt dieser bei 13,4 %.
      Bei mir hat die Akazie 15,4%. Das ist für mich unfaßbar, weil eine Woche davor der Bergahorn vielen sehr wässrigen Honig geliefert hat. Der ist beim Entdeckeln ausgeronnen, aber die Akazie war fast schon fest und hat es kompensiert. Aber sobald es Waldhonig gibt will niemend einen Akazienhonig. Immerhin hab ich es jetzt mit viel Impfhonig geschaft einen Teil davon zu einem passablen Cremehonig zu rühren.
      Für die Haltbarkeit scheint mir die Invertaseaktivität genau so wichtig, um einen HMF Wert zu verhindern.

      LG, ro
    • wolfgang.s schrieb:

      Ro-Bee schrieb:

      Ideal finde ich einen Wert zwischen 16,5 und 17%.
      wieso das ???? bei Cremhonig sehe ich es auch so, aber ansonst sollten es schon so 16 bis 15 % sein damit er nicht vom Brot rinnt.
      Grüße Wolfgang
      18%tiger läuft auch nicht vom Brot, sofern man das Brot auch waagrecht hält.
      Ich hatte eine Teilernte (20kg), die war bei 20% Wassergehalt, die eine Hälfte durften die Bienen wieder haben, die andere Hälft isst die Familie. Da wir den Honig in einem Honigtopf auf dem Tisch stehen haben, wäre er mit dem Holzklöppel schlecht aus dem Topf herauszuholen, wäre er zu wenig flüssig. Der flüssige Honig ist ideal in den Joghurt zum Einmischen und beim Süßen von Tee ist das eh egal. Ebenso für Salatdressing. Wir nehmen den aber auch fürs Brot. Für kleine Kinder ist das allerdings nichts, denn die halten das Brot oft senkrecht.
      Zum Verkauf nehme ich meinen 16-17%tigen, von dem ich ganz viel ernten konnte.
      Im übrigen ein sehr gutes Jahr. Wenn dann noch möglichst alle Bienen durch den Winter kommen, dann noch besser....
      Viele Grüße
      aus dem Westchiemgau von
      Christian 8)

      Meine Zucht-Freunde sind da: www.dunkle-biene.at (Österreich) und da: www.dunkle-biene.com (Deutschland)
    • Peter51 schrieb:

      stell den Topf einfach in den Kühlschrank, dann ist der Honig deutlich dicker, habe auch einen 18,5%, den habe ich immer im Kühlschrank, dann lässt er sich sogar aufs Bot streichen ohne abzurinnen
      Passt doch alles. Die Kinder räumen den Honig weg wie nix, den wenn ich kaufen müsste...
      Viele Grüße
      aus dem Westchiemgau von
      Christian 8)

      Meine Zucht-Freunde sind da: www.dunkle-biene.at (Österreich) und da: www.dunkle-biene.com (Deutschland)
    • Neu

      Was bei mir erstaunlich ist, sowas in dieser Größenordnung habe ich noch nie beobachtet, ich schrieb auch 2017 wieder nach dem schleudern auf jeden Eimer den Wassergehalt, also noch vor dem Abschöpfen gemessen, vor dem Verkauf wird der WG wieder gemessen und dieses Jahr ist er erheblich niedriger, der aktuelle Eimer gestern gemessen und in Gläser gefüllt (Meli-Waldhonig - Melitherm) hatte nach dem Abschleudern 18 %, gestern gemessen nur noch 16 %.

      Beim Sommertrachthonig genauso, sogar ohne Melithermgerät, hat jetzt auch meist mind. 1 % weniger WG, ich denke durchs mehrmalige Abschöpfen geht Wasser raus denn dies wird nach oben steigen?

      Es ist auch ein Unterschied wo man misst wenn ein Eimer wochenlang oder monatelang steht, unten oder mittig gemessen ist der WG meist niedriger als ganz oben.
      Grüße Maximilian
    • Neu

      bin ganz deiner Meinung, darum rühre ich auch immer kräftig um bevor ich abfülle, habe gleiches schon festgestellt, Probe von oben deutlich feuchter als unten am Ablasshahn. Unterschied war auch bei ca 1% trotz mehrmaliger Messung.
      GLG

      Peter

      ps.: Mir ist nur Sanftmut, Vitalität und Fleiß bei der Biene wichtig, und sonst nichts!!! äh: vielleicht noch Schwarmträgheit :)
    • Neu

      fix schrieb:

      der aktuelle Eimer gestern gemessen und in Gläser gefüllt (Meli-Waldhonig - Melitherm) hatte nach dem Abschleudern 18 %, gestern gemessen nur noch 16 %.
      Das habe ich auch beobachtet, aber nicht damit gerechnet, daß mir das jemand glauben würde. Ich kann mir auch ein größeres Unglück vorstellen. Ob Wasser nach oben steigt, vielleicht. Aber beim Umfüllen in den Abfülltopf wird der Honig durchgemischt und eine veränderte Konsistenz beim Abfüllen täte ich, glaube ich, schon merken.
      In jedem meiner Honige entstehen ab Oktober erste Zuckerkristalle, was nicht ändert, daß er noch länger flüssig abfüllbar bleibt. Aber die einfachste Lösung wäre, daß die beginnende Kristallisation die Messung verfälscht. Vermutlich ist das Quatsch, ich habe keine Ahnung! Aber in Luft löst sich das Wasser aber auch nicht auf. Im Keller täte Honig Wasser aufnehmen, wenn was undicht wäre. Vermutlich liegt es am Refraktormeter und mir, daß ich 2% mehr gemessen habe als das Labor.

      LG, Thomas
    • Neu

      Das Kristallbildung die Messung verfälscht (niedrigerer Wassergehalt als tatsächlich) habe ich auch schon bemerken können. Bei fortschreitender Kristallbildung zeigt das Refraktometer ohnehin keinen klaren Messwert mehr an. Relistische Messungen erhält man nur nach dem Melitherm am auf Zimmertemperatur abgekühlten Honig.
      Der Unterschied zur Labormessung erklärt sich auch durch andere Messtechnik. Meines wissens nach bestimmen die das nicht mit einem Refraktometer, sondern über genauere Verfahren.
      Liebe Grüße

      Abnormal