Produktionskosten

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    • Produktionskosten

      Die Produktionskosten für den Honig können je nach Standort und Betriebsweise sehr unterschiedlich ausfallen. Einen Unterschied macht es auch welch Grunkkapital man hat. Besitzt man selbst etwas Wald, so kann man die Beuten vom eigenem Holz selbst sehr günstig bauen. Der Verzicht auf Rähmchen und Mittelwände spart ebenfalls. Übermäßiges Kontrollbedürfnis, ich nenne es deutsche Imkerei, treiben die Arbeitszeit nach oben. Eine Kontrolle im Frühling, und eine Kontrolle bei der Ernte reichen. Genügend Honig als Wintervorrat zurücklassen, falls möglich, senkt ebenfalls die Arbeitszeit und die Investitionskosten. Den Mehrgewinn durch Zuckertausch zahlt der Imker mit Arbeitszeit im Herbst, sowie im Frühling, wenn er darauf achten muß, das sein Honig nicht zu stark verfälscht wird.
      mfg stefanzo
    • mir gefällt auch vieles was Du ansprichst, aber das mit dem Wald hinkt ein bisschen. Man braucht nicht nur Wald, sondern auch Maschinen, Raum und Zeit. Und schon muss man sich die Frage stellen ob es wirklich so günstig hinbekommt (unter Berücksichtigung ALLER Kosten und Aufwand).
      Als gelernter Tischer, der hobbymäßig nicht so schlecht ausgestattet ist habe ich auch lange überlegt ob ich Beuten selber baue. Jetzt kommt dann gleich wieder die "Hobbynummer" und der Spaß den diese Arbeit macht, usw. ...
      Leider, der Spaß ist nicht so groß für mich dass ich mich rund um die Uhr kaputtarbeiten und alles selber machen muss. Ich habe auch so genug zu tun und so muss der Beutenbau, auch wenn er ein Hobby wäre "etwas bringen" und zwar mehr als Spaß.
      Also habe ich gerechnet und bin darauf gekommen, dass es nur eine nennenswerte Ersparnis bringt wenn ich mangels eigenem Holzes, sägeraues Holz direkt ab Sägewerk verarbeite und alles selbst aushoble.
      Der Preisunterschied ist aber unter Berücksichtigung der Arbeitszeit so gering und die Beuten bei Janisch und Co so kostengünstig zu beziehen, dass ich noch nie selbst eine komplette Beute hergestellt habe.
      Größtenteils habe ich letztendlich Beuten selbst zusammengebaut und/oder kleine Änderungen vorgenommen. Ehrlich gesagt ist auch der Zuammenbau fragwürdig bei einem Preisunterschied von gerade mal 20 eur pro Set, da kann man schon mehr rausholen, wenn man bei größerer Abnahme einen geringen Teil der Zeit in Preisverhandlungen oder Recherche steckt. Da es für mich mehr als nur Hobby sein muss wenn ich selbst zusammenbaue muss man nun aber fragen warum ich es dann mache: Es geht um den Lagerplatz. Die BAusätze sind solange nicht benötigt kostengünstig zu lagern, und im Bedarfsfall schnell zusammengebaut. Unter Berücksichtung der Lagerkosten ist es also sinnvoll selbst zusammenzubauen. Und auch bei den Bausätzen kann man bei entsprechender Abnahmemenge bessere Preise erzielen.

      Was mich persönlich wundert ist, dass es nicht mehr "Sammelbestellungen" unter den Imkern gibt. Mit einem Bruchteil der Zeit könnte man durch Großabnahmen in vielen Bereichen mehr einsparen als der Einzelne mit "Herumwurstelei".

      Die letzte Zeit hat Janisch aber auch einiges verändert bei der Preisgestaltung, die Sets sind nicht mehr gleich groß (Bausatz/fertig) und Preise wurden angepasst. So müsste man alles wieder neu rechnen. Für mich ist es aber nicht mehr relevant. Da ich nicht mehr wachsen will benötige ich kaum noch Holz in größerer Menge.
      Liebe Grüße

      Abnormal
    • abnormal schrieb:

      Was mich persönlich wundert ist, dass es nicht mehr "Sammelbestellungen" unter den Imkern gibt.
      Das scheitert wohl an den zu vielen verschiedenen Maßen. Ich hab das mal versucht als ich noch im LVB war. Damals hab ich die Schule die mit abenteuerlichen Maßen von der Sorte "Moderholz" ausgestattet war umgestellt - auf Flachzarge. Die Idee dahinter war (ich hab das sogar hier im Forum diskutiert) - dass man geteilten und ungeteilten BR (Jumbo) mit denselben Zargen fahren konnte.
      Das sollte der Anfang sein von Sammelbestellungen. War nicht hinzubekommen. Schau heute in die Schule - die Zargenvielfalt ist wieder gewachsen. Wenn einer was macht sind 2 andere dagegen. Und es wäre sooo einfach gewesen bei den vielen Neuanfängern. :hmm:
      LG Heinz :bier
      je einfacher desto besser

      www.bienenwerkstatt.at
    • Ich hab es jetzt nicht genau durchgerechnet, aber Sägerauhes Holz vom sägewerk ist echt günstig und Zargen schnell zusammen gebaut. Rähmchen sind da schon aufwändiger zu machen, wobei ich bis jetzt alles selbst herstelle.
      Natürlich kostet es Zeit.
      Ich bin aber eher der Ansicht das sich meine Tischlereimaschinen auch nur dann abbezahlen wenn ich auch Dinge damit Produziere und nicht kaufen muss, denn sonst wäre die Investition in die Maschinen genauso Hobby schönrechnerei.
      Was ich damit sagen möchte, wenn man alles mit Arbeitszeit und auf Punkt und Komma rechnet, darf man sich gar nichts mehr selbst machen weil es immer wer anderer schneller und günstiger macht. Ob das immer der richtige Weg ist ist eine andere Sachen.
    • Das stimmt natürlich. Wenn die Maschinen schon vorhanden sind werden sie mit der Benutzung immer billiger. Das muss man schon vor Anschaffung von Maschienen durchgerechnet haben.
      Ich selber bin leider nur "hobbymäßig" ausgestattet. Kleine Änderungen und mit Maß und Ziel auch Anfertigungen bringe ich damit hin. Für großzügigen Beutenbau hätte ich eine bessere große Kreissäge und eine Hobelmaschine anschaffen oder mich in einer Mietwerkstatt einmieten müssen (Platz für die Maschinen hätte ich gehabt, also gab es damals beide Überlegungen).

      Ein großer Punkt den ich jetzt erwartet hätte ist - Du kannst Deine Beuten genau so bauen wie Du sie haben willst. Das ist dann zwar vielleicht nicht so toll wenn man auf die eh schon vielen Maße schaut, aber mir in meinem geschlossenen System eher egal wenn ich bestimmte Wünsche umsetzen will. Ich bin halt jetzt abgesehen von den kleinen Adaptionen von dem abhängig was mir am Markt angeboten wird.

      Selbermachen kann also schon etwas bringen auch, was nicht in Zahlen erfasst werden kann.
      Liebe Grüße

      Abnormal
    • Ich hab hier eine excelliste für Imker, wo alle Kosten miteinberechnet werden, kann sie aber nur als pdf dowloaden. Wenn es jemanden interessiert, dann ich sie per Mail schicken, dann kann man seine realen Kosten eingeben.

      preiskalkulation_.pdf

      man kann sich dann mit den Kosten
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      Liebe Grüße

      Claudia

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von quikly ()

    • das was man in einer Wohnung mit einem Akkuschrauber zusammenschrauben kann würde ich als ehem. Tischler niemals als Beute bezeichnen ;)

      Ich finde das was vom Beutentischler so auf den Markt geworfen wird schon als grenzwertig. Mein Chef hätte mir damals die Finger abgehackt (Passgenauigkeit, Holzauswahl). Durch die Dumpingpreise wird das natürlich entschuldigt. Für weniger als einen 100erter darf man nicht viel erwarten. Manche Teile habe ich auch nachgearbeitet wenn es ganz schlimm wurde. Die Zeit nehme ich mir dann doch.

      Alleine wenn man das Blechdach, Reiber, die Dämmplatte und den Fluglochrechen zusammenzählt bleibt von deinen 32eur im günstigsten Fall (schlampig gearbeitete, weiche und verdellte Dächer aus Ungarn) die Hälfte übrig.
      Wenn man die Beuten nicht zu 100en herstellt (natürlich gezinkt und entsprechend ausgeführt - konstr. Wetterschutz, saubere Verarbeitung) geht sich da nicht mal der Zeitaufwand (oder der Maschinenraum pro Std, mein früherer Chef verlangt z.B. 25eur/Std. für die Werkstattnutzung) aus.

      Letztendlich soll mein Material vor allem bestmögliche Qualität aufweisen (soweit das eben geht) und nicht nur billig, billig sein. Ich muss das ja regelmäßig in die Hand nehmen und will dann auch Freude bei der Arbeit damit haben. Wenn das irgendein zusammengespaxter Brettlhaufen ist, oder ich (ein bekanntes Erwerbsimkerbeispiel) mit Handschuhen arbeiten muss damit ich das Zeug überhaupt angreifen kann, vergehts mir irgendwie.

      Natürlich verstehe ich den wirtschaftlichen Vorteil sägerauhe Bretter zu Beuten umzuarbeiten, aber wie gesagt, für mich und meine weichen, zarten Hände ist das eher nix ;)

      (Übrigens -- wenn man keine hohen Ansprüche stellt und bereit ist Beuten aus dem Ausland anzukaufen bekommt man ganze Sets, inkl. Gitter und Futtertasse, fertig zusammengebaut um die 50 eur, nur treffen die meinen Geschmack auch nicht gerade).
      Liebe Grüße

      Abnormal

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von abnormal ()

    • Ich verstehe das du gehobelte Bretter haben willst, das ist sicher angenehmer damit zu arbeiten. Aber gezinkte Verbindugen usw. stehen sich meiner Meinung nach nicht dafür. Eine Zarge aus ein paar Brettern ist schnell und einfach zu bauen. Und wenn sie nach ein paar Jahren nicht mehr dem entspricht was ich mir vorstelle kommt sie in den Ofen.
      Denn wie gesagt Bretter vom Sägewerk kosten wenig (6€/m2). Der Zeitunterschied beim Bau zwischen Liebig Einfachbeute und einer gezinkten mit Kranz aus Leimholz ist wahnsinnig groß. Und den Bienen ist der Unterschied egal. Die Honigmenge wird auch ziemlich gleich sein.

      Ich finde man muss einfach den passenden Spagat finden aus kosten und nutzen und sollte einen Bienenstock nicht mit einen Möbelstück im Haus vergleichen. Sogesehen leben die meisten Bienen hochwertiger als so mancher Imker wenn man sich die typischen Ikea Möbel ansieht.

      Lg Paul
    • Auch der Zusammenbau dauert mit Zinken sicher mind. 3 mal so lange, das ist also wirklich nur ein Spinner von mir und mir ist ganz klar, dass es den Bienen wurscht ist ;)

      Ich habs auch absichtlich ein bissl schwarz-weiß gemalt weil man da schön sieht was es für verschiedene Ansprüche, Ideen, Herangehensweisen es schon bei so einem scheinbar einfachen Thema wie dem Beutenkauf oder -bau geben kann.

      Leider ist der vorherige Beitrag aus dem Faden verschwunden der wunderbar als Gegenpol gedient hätte...
      Liebe Grüße

      Abnormal
    • abnormal schrieb:

      das ist also wirklich nur ein Spinner von mir...
      Das kann ich nachvollziehen, hab mittlerweile einen "Naturbauwahn" entwickelt. Den lebe ich auch so gut es geht aus. Wenn ich mir die Kosten für Mittelwände, egal ob fertig gekauft oder aus eigenem Wachskreislauf produziert, ansehe frage ich mich tatsächlich ob diese Methode wirtschaftlich "noch" vertretbar ist. Die paar kg Honig den der Naturbau verschlingt kann ich leicht verkraften, obwohl ich weiss, es ist nicht immer und überall gleich...

      abnormal schrieb:

      Leider ist der vorherige Beitrag aus dem Faden verschwunden der wunderbar als Gegenpol gedient hätte...
      Da stehe ich auf der Leitung. Welchen Beitrag meinst du?

      lg Michael
      Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sturmimker ()

    • es gab zwischen 8 und 9 einen Beitrag über den kostengünstigen Selbstbau eines Beutensets um 32 eur mit minimalem Maschineneinsatz.
      Auf den bezog sich eigentlich der jetzige 9erBeitrag zum Teil. War an sich ein ganz guter Beitrag, das genaue Gegenteil von meinem wo ich ein bissl den peniblen Haglichen mime. Ich übertreibs ja gern ein bisschen um es auf die Spitze zu treiben, insbesondere wenn wer da ist der kontert ;)

      was mich wundert . es schaut aus als wär da nie was gestanden, die 'Nummerierung der Posts ist ja einwandfrei, nix verschoben oder gelöscht...
      Liebe Grüße

      Abnormal
    • abnormal schrieb:

      was mich wundert . es schaut aus als wär da nie was gestanden, die 'Nummerierung der Posts ist ja einwandfrei, nix verschoben oder gelöscht...
      Das kann ich vielleicht aufklären. Quikly glaub ich war es die den eigenen Beitrag selbst wieder gelöscht hat. Es war also nur zu lesen - gelöscht. Diesen Beitrag hab ich herausgenommen. Die Nummerierung reiht sich dann automatisch um. Was da vorher gestanden hat, weiß ich nicht.
      LG Heinz :bier
      je einfacher desto besser

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    • Ich habe meinen Beitrag wieder gelöscht (danke fürs vollständige entfernen). Es wird davon ausgegangen, dass "schon die Hälfte für ein verdelltes Blechdach aus Ungarn draufgeht" und man "nur mit Handschuhen arbeiten kann". Und das alles, ohne dass ein einziges Element der Beute bekannt ist. Nach Phrasen wie "würde ich niemals als Beute bezeichnen", "grenzwertig", "zusammengespaxter Brettlhaufen" uvm. sah ich keine Grundlage mehr, die diskussionswürdig ist.
      Dafür ist mir meine Zeit zu schade, da schraube ich lieber noch ein paar Brettlhaufen zusammen ;)
    • Apropos zusammengeschraubter Bretterhaufen, man schaue sich die Zargen vom Mandl an, sägerauh und lieblos zusammengenagelt. Als Anfänger standen mir die Haare zu Berge, inzwischen sehe ich das etwas anders. Es spielt nämlich keine Rolle. Die rauhe Innenseite, die viel stärker proposisiert wird als die schön gehobelten Bretter werden gemäß T. Seeley sogar als deutlich besser beurteilt, wie überhaupt eine starke Propoliisierung vorteilhaft für die Volksgesundheit ist. In stark propolisierten Beuten wurde eine deutlich geringere Aktivität der Immungene bei den Bienen gemessen als in „sauberen“. Das heißt das ständige Belaufen einer dicken Propolisschicht erspart der einzelnen Biene ständige Krankheitsabwehr.
      Kleine Risse und Spalten werden verkittet solange nicht an jedem Eck ein Loch für Räuberei entsteht (und solange der Beutenkäfer noch nicht da) ist spielt das keine Rolle. Ich hab mangels Wekzeug und Talent das Selberbauen stark eingeschränkt, bei Geller kostet eine Zarge in Teilen zum selbermontieren unter 20€, da kann ich was Kosten Zeitaufwand und Qualität betrifft als Bastler nicht mithalten. Ich habe aber angefangen die Zargen innen aufzurauhen, als Experiment. Liebe Grüße, Rudi
    • ja klar, und ganz ehrlich: selbst die rauhen Brettln vom Mandl haben ihre Daseinsberechtigung (mit den Handschuhen waren genau die gemeint, die Entchenbeuten kenne ich ja nicht ;) ) In der Größenordnung wo der Stefan arbeitet ist da enormes Einsparungspotential drinnen.

      Es kann halt nicht als "Tischlerarbeit" bezeichnet werden.

      Ist das selbe wie mit den ungarischen Blechdächern. Ich habe etliche davon daheim. die lassen auch das Wasser abrinnen und kosten etwa die Hälfte wie die slowenischen vom Janisch (15eur, steifes, winkelgerecht punktgeschweißtes und erst nach vielen Jahren leicht verdelltes Material). Aber wenn man die nebeneinander stellt sieht man auch den Preisunterschied. Ich habe dann keine rechte Freude wenn ich mit dem weicherem, delligen Material hantieren muss und mir der Stoß mit den Dächern während meines Bienenbesuchs dreimal umfällt. Den Bienen, dem Wind und Wetter usw. ist das natürlich alles wurscht -- daher nur Spinnerei von mir. Ich kaufe wieder die teuren.

      Die Bienen fliegen aus einer 50eur-Beute aus Ex-Jugoslawien genauso wie aus einer "schönen" vom Janisch fürs doppelte Geld. und einer noch tolleren selbst hergestellten. Nur wenn ICH mir die Arbeit schon antue eine Beute zusammenzuschustern dann muss auch das Ergebnis dem entsprechend ansprechend sein.
      Liebe Grüße

      Abnormal

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von abnormal ()