Trotz verdeckelter Waben war Wassergehalt zu hoch

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    • Trotz verdeckelter Waben war Wassergehalt zu hoch

      Liebe Bienenfreunde,

      da ich im Moment so einen Jahresrückblick auf mein erstes komplettes Bienenjahr mache, stellt sich mir natürlich auch die Frage wie Pannen die dieses Jahr aufgetreten sind, im nächsten Jahr zu verhindern wären. Beim heurigen Lindenblütenhonig hatte ich verdeckelte Honigwaben, wo der Honig trotzdem einen Wassergehalt von knapp 20% hatte. Es war natürlich heuer ein sehr feuchter Sommer im Burgenland - kann mich an keinen solchen die letzten 20 Jahre erinnern. Nur man macht sich halt dann so seine Gedanken, z.B. ob der Standort meiner Bienen unter Dach im Sommer wenn Bäume belaubt sehr schattig, nur ein wenig Morgensonne, vielleicht auch daran schuld sein könnte. Was sollte man denn noch alles beachten oder tun, dass sowas nicht mehr vorkommt? Auch mein Sonnenblumenhonig war leider nicht besonders trocken mit 18,5 %.

      Für jeden Rat dankbar
      Elisabeth
      LG

      Elisabeth

      Der Charakter eines Menschen lässt sich leicht daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können.(William Lyon Phelps )
    • Honige dürfen Wassergehalte bis über 20 % haben, desswegen sind es immer noch Honige, da mußt Du dir keine Gedanken machen.
      Honig bleibt Honig, egal jetzt mit 15 % oder 20 %. Wenn der Honig so aus dem Volk kommt, ist das in Ordnung. Man kann Honig natürlich trocknen, ich frage, muß das sein. Jetzt ein Rechenbeispiel.
      Du willst 2 % Wasser raus haben, das sind 20 ml je Liter, füll einmal 20 ml Wasser in ein Schnapsglas, dann siehst gleich, dass das Zuviel an Wasser eine "Schnapsidee" ist. Ich habe mal zum Versuch in einen kristallisierten Honig 3 % Wasser gegeben, er verändert sich beinahe nicht. Der Wassergehalt ist übrigens wichtig, wenn sie Resthonig zum Fressen haben, weil sie kein Wasser zusätzlich holen müssen!!!
      Gruß Einstein
    • Lieber Albert,

      danke für Deine schnelle Antwort, jedoch der Lindenblütenhonig, den ich jetzt vor Weihnachten aus dem Burgenland für den Eigenverbrauch geholt habe, noch im Kübel, riecht leider gärig. Gekostet hab ich ihn daher auch noch gar nicht. Den werden wir wieder für die Metproduktion verwenden müssen :beer:.

      Trotzdem kann nicht auch der sehr schattige und kühle Standort daran schuld sein? Für ein Gütesiegel darf der Honig glaub ich ja nicht mehr als 16% Wasser haben oder irr ich mich da?

      Lg
      Elisabeth
      LG

      Elisabeth

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    • einstein wrote:

      Der Wassergehalt ist übrigens wichtig, wenn sie Resthonig zum Fressen haben, weil sie kein Wasser zusätzlich holen müssen!!!
      Ja Albert, das ist jetzt eine erfreuliche Nachricht, weil wir Ihnen ja viel Honig belassen haben.

      Lg
      Elisabeth
      LG

      Elisabeth

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    • Hallo Elisabeth,

      ich lasse jedes Jahr meinen Honig untersuchen, anfangs nur für mich selbst, inzwischen auch, um die Förderung zu kriegen. :geld
      Auf meinem Protokoll steht:

      Wassergehalt:
      Lebensmittelsicherheits und Verbraucherschutzgesetz max.20%
      ÖIB: Max. 17,5%
      Honigland OÖ Qualitätssiegel Gold max. 17,5%
      Honigland OÖ Qualitätssiegel max. 18%

      Du siehst, die Anforderungen sind recht unterschiedlich. Aber auch Honig mit 20% ist laut Lebensmittelgesetz in Ordnung.
      Das Dein Honig Gärig geworden ist, kann auch andere Gründe als den Standort haben. Undichter Behälter, da reicht eine Kleinigkeit am Deckel, der nicht dicht schließt.
      Wann hast Du denn den Wassergehalt gemessen, direkt nach dem Schleudern oder erst jetzt?

      Mein Hauptbienenstand steht serh feucht, direkt am Bach 20 cm neben meinen Beuten läuft eine Quelle herunter und bei starkem Regen läuft das Wasser den Hang herab, direkt unter meinen Beuten durch. Ich habe offene Gitterböden und noch nie Probleme mit dem Wassergehalt.
      Liebe Grüße, Günther.
    • Günther B. wrote:

      Wann hast Du denn den Wassergehalt gemessen,



      Servus Günther,

      den Honig-Wassergehalt hab ich nach dem Schleudern gemessen. Der Kübel war meiner Meinung nach dicht, hab ihn kaum aufgekriegt.

      Günther B. wrote:

      Mein Hauptbienenstand steht serh feucht, direkt am Bach 20 cm neben meinen Beuten läuft eine Quelle herunter und bei starkem Regen läuft das Wasser den Hang herab, direkt unter meinen Beuten durch.


      Also kanns dann am Standort auch nicht liegen. Aber vielleicht kanns daran liegen, dass wir die Windel meistens drinn hatten und daher der Boden nach unten nicht offen war.

      Jedenfalls danke für die Info.

      Lg
      Elisabeth
      LG

      Elisabeth

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    • An der Windel liegt es ganz sicher nicht denn, die meisten meiner Böden haben garkein Gitter.

      Höherer Wassergehalt liegt meist bei Massentrachten vor wenn die Bienen so im Sammelrausch sind dass sie nicht nachkommen. Auch die Luftfeuchtigkeit beim Schleudern ist zu beachten. Wenn sie mal so gegen 60% geht kanns kritisch werden. Dann empfiehlt sich ein Lufttrockner im Schleuderraum. Ist nicht zu verwechseln mit Trocknung des Honigs!! Das ist was Anderes. Weiters habe ich festgestellt dass trotz Kalibrierung verschiedene Refraktometer eine Toleranz von ca. 1,5 % aufgewiesen haben.

      LG Heinz
      je einfacher desto besser

      www.bienenwerkstatt.at
    • Bienenwerkstatt wrote:

      Auch die Luftfeuchtigkeit beim Schleudern ist zu beachten. Wenn sie mal so gegen 60% geht kanns kritisch werden.
      Servus Heinz,

      Ja das wär auch noch eine Möglichkeit, denn unser altes Bauernhaus ist ja leider nicht unterkellert und wir haben immer eine hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen. Muss mal das Hygrometer in den Schleuderraum stellen nächstes Jahr.

      Lg
      Elisabeth
      LG

      Elisabeth

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    • Hallo Sissi,

      Habe das gefunden im Bienenvater Feb. 92

      Es scheint keinen Zusammenhang zu geben zwischen dem Wassergehalt verdeckelten Honig`s und der Raumgröße. Wie es aussieht ist ein etwas erhöhter Wassergehalt für die Bienen völlig normal. Sie kümmern sich eben nicht um unsere Vorgaben. :)

      LG Heinz
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    • Servus Heinz,

      damit fällt ja wieder eine Ursache weg, das macht die Sache dann aber auch nicht leichter :S . 2010 war ja leider der gesamte Sommer sehr feucht, kann ich mich im Burgenland an keinen derartigen Sommer erinnern mit soviel Regen, da kann ich dann nur auf heuer warten und hoffen, dass das besser wird.

      Danke für Deine Info
      Lg
      Elisabeth
      LG

      Elisabeth

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    • Das kann sein

      Hab das gerade gestern gelesen wenn ein Überangebot an Nektar herscht das er mehr als 19% Wassergehalt haben kann.

      Dann hab ich in einem alten Buch gelesen(1830) das der Imker die Zarge einmal am Tag kurz lüftet und das 3Tage lang vor der Ernte
      GRUSS KARLHEINZ!


      Die Bienen in ihrem natürlichem Verhalten unterstützen und darüber leiten.

      Bierdeckel-Liga :beer:
    • Servus Karlheinz,

      wie macht der das "Lüften" ich kann mir das nicht vorstellen. Heisst das ich nehm die Honigzarge vom Stock und lüfte sie an einem anderen Ort oder wie ist das beschrieben?

      Fragende Grüße
      Elisabeth
      LG

      Elisabeth

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    • Das Lüften

      beschreibt er nur indem er den Honigraum kurz durchlüftet und das wars. Hab gerade noch mal gesucht den Absatz das macht er 2 Tage vor der Ernte aber ist ja egal 2 oder 3 Tage. Aber ich glaub das man das auch anders bewerkstelligen kann das die Zargen durchlüftet werden. Und sie nicht jeden Tag kippen gehen muss. Wo aber Räuberei zu berücksichtigen ist.

      Hab das aus dem Buch: Anleitung zur Bienenzucht von Dinkel aus 1830 seite 55 und 56 Kapitel 10

      und das mit dem erhöhtem Wassergehalt aus:Ökologisch Imkern von Claudia Bentzien Seite 100

      Alle beide von Weltbild vielleicht kann man ja eine Leseprobe sehen darum hab ich dir die Seiten angegeben
      GRUSS KARLHEINZ!


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      Bierdeckel-Liga :beer:

      The post was edited 1 time, last by Südsteirer ().

    • Hallo,

      Dieses Durchlüften wurde in alter Literatur so beschrieben und hat auch eine gewisse Logik. Aber genaue Studien darüber dürfte es nicht gegeben haben. Ich mache das auch, aber auf wesentlich einfachere Weise. Da ja meine Zargen alle ein mit Stoppel verschlossenes Bohrloch haben, öffne ich eines über dem A-Gitter. erstens wegen der Drohnen und zweitens eben wegen der Durchlüftung. Wenn der Zargenturm recht hoch war habe ich schon auch 2 geöffnet. Da das ja in Zeiten der Tracht erfolgt gibt es kein Problem mit der Räuberei. Und verdeckelte Waben mit zu flüssigen Honig, kamen zwar schon mal vor, aber sehr selten.

      Ich denke wenn der Eintrag die (Anzahl der) Bienen überfordert ist das immer möglich. Aber einen gewollten Durchzug herzustellen erleichtert das den Bienen schon. Und Aufwand ist es auch keiner.

      Nur wie gesagt, Studien darüber kenne ich keine.

      LG Heinz
      je einfacher desto besser

      www.bienenwerkstatt.at
    • Servus Heinz,

      da wir ja nun auch - auf Dein Anraten - Bohrlöcher in den Flachzargen haben und Herbert hat sogar Metallschieber eingebaut - werden wir dies in der heurigen Saison sicher machen. Ich denke schaden kanns auf keinen Fall und wegen der Drohnen ist das sowieso wichtig.

      Danke für den Tipp.

      Lg
      Elisabeth
      LG

      Elisabeth

      Der Charakter eines Menschen lässt sich leicht daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können.(William Lyon Phelps )
    • Hallo,

      Möchte das alte Thema nochmal aufgreifen, weil ich 2018 beim Schleudern leider Blütenhonig mit zu hohem Wassergehalt dabei hatte, trotz voll verdeckelter Waben. :/

      Kann man das was machen dagegeben? Irgendwie gegensteuern gegen dieses schnelle eintragen/verdeckeln bei Massentracht? Ist eh super, wenn sie viel heimbringen. Aber wenn der geschleuderte Honig gärig wird, hab ich auch nix davon.

      (Ironisch gemeinte) drastische Maßnahme: Völker schröpfen (Ableger bilden), damit sie geschwächt sind, und nicht so viel auf einmal eintragen? :dash: :D

      Oder was macht man mit bereits voll verdeckelten Waben, wo mit Gewissheit der Wassergehalt zu hoch ist? Nochmal aufreissen und umtragen lassen in eine zwischengesetzte Zarge?

      Will 2019 auf jeden Fall Qualität vor Quantität stellen. Lieber nur halb so viel Honig, und der dafür in Top Qualität. (PS: Kurs für Honigqualität ist demnächst. :) )

      LG, Andreas
      (aus dem oberen Pielachtal)
    • Andreas Jung wrote:

      Kann man das was machen dagegeben? Irgendwie gegensteuern gegen dieses schnelle eintragen/verdeckeln bei Massentracht? Ist eh super, wenn sie viel heimbringen. Aber wenn der geschleuderte Honig gärig wird, hab ich auch nix davon.
      war 2018 bei der Linde als Massentracht im Pielachtal wirklich sehr schlimm. Schaffte gerade noch unter 18% zu kommen, aber erst 4 Wochen nach dem Eintrag. Offener Honig war bereits auf 16%, der verdeckelte brauchte 4 Wochen (ohne aufgerissen oder umgelagert zu werden) bis er geerntet werden konnte.
      Ich wäre auch über Expertenhilfe dahingehend dankbar.
      GLG

      Peter

      ps.: Mir ist nur Sanftmut, Vitalität und Fleiß bei der Biene wichtig, und sonst nichts!!! äh: vielleicht noch Schwarmträgheit :)