40 Prozent der Bienenvölker gestorben - SALZBURG

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    • 40 Prozent der Bienenvölker gestorben - SALZBURG

      40 Prozent der Bienenvölker gestorben - SALZBURG


      Im vergangenen Winter sind 40 Prozent der Bienenvölker in Salzburg zu Grunde gegangen. Die Varroamilbe, die sich im letzten Jahr besonders gut vermehren konnte, dezimierte die Bienen. Das hat auch massive Auswirkungen auf die Landwirtschaft.
      Die Bestäubung der Obstbäume ist durch das umfangreiche Bienensterben gefährdet. Dass der Bienenbestand so drastisch abnahm, hat seine Ursache bereits im milden Winter 2013/2014, der die Vermehrung der Varroamilbe begünstigte: „Die Varroamilbe vermehrt sich nur in der Bienenbrut“, sagt Franz Schauer, Gesundheitswart des Landesimkereiverbandes. „Im milden Winter hat sich die Milbe ein ganzes Monat mehr vermehren können, weil die Biene fast durchgebrütet hat. Und die Milbe vermehrt sich im Winter um das Doppelte.“

      [IMG:http://oekastatic.orf.at/static/images/site/oeka/20150417/varroamilbe.5352887.jpg]ORF
      Varroamilben haben die Bienenvölker dezimiert
      Dazu kommt, dass durch das schlechte Wetter im Sommer 2014 die Bienen weniger Futter hatten und so geschwächt in den Winter gingen.
      Weniger Bestäubung für Obstbäume, Blütenpflanzen
      Weniger Bienen bedeutet auch weniger Bestäubung der Obstbäume, weiß Schauer: „Ein Kilogramm Honig braucht ungefähr zwei Millionen Blütenbesuche. Und ein Bienenvolk bringt leicht zehn Kilo Blütenhonig herein. Dann sind das von einem Volk schon 20 Millionen Blütenbesuche. Und Salzburg-weit sind ungefähr 10.000 Bienenvölker ausgefallen. Man kann sich das ungefähr ausrechnen: Das ist eine Milliardsumme, was weniger Blüten besucht werden.“

      [IMG:http://oekastatic.orf.at/static/images/site/oeka/20150417/biene1.5352888.jpg]ORF
      Rund 10.000 Bienenvölker in Salzburg starben über den Winter
      Deshalb sind die mehr als 2.100 Salzburger Imker nun bemüht, den Bienenbestand möglichst rasch zu vermehren. Wer Pferde in der Nachbarschaft hat, tut sich da leichter: „Pferde fressen nur altes Heu, das länger auf der Wiese stehen muss. Daher kann alles abblühen. Und die Biene kann die Blüten ausnützen und besuchen.“ Auch Hobbygärtner können den Bienen helfen, indem sie möglichst viele blühende Pflanzen setzen und diese auch abblühen lassen.

      Kleiner Film auf auf der ORF Site:
      QUELLE: salzburg.orf.at/news/stories/2706319/




      "Der Imker ist nicht der Meister seiner Bienen sondern ihr Diener"

      :biene :biene :biene
    • Dem Franz Schauer, Gesundheitswart des Landesimkereiverbandes sei in das Stammbuch geschrieben:

      Viren ( deren Bienenschädliches Vorhandensein ich abstreite) und die Varroamilbe bringen kein Bienenvolk um, wenn der Imker sich einigermaßen um seine Völker bemüht!

      Das wäre eine qualifizierte Antwort gewesen. Den Einfluß der Agrochemie auf die Insekten verschweigt Herr Schauer wider besseres Wissen oder aus Gefälligkeit gegenüber der Agrochemieindustrie!

      Wie richtig im Gegensatz zum Herrn Schauer ist folgende Meinung:

      "Eines der Hauptprobleme seien weiterhin Spritzmittel, die den Bienen schwer zusetzen. „Das ist nach wie vor das große Problem, dass Mittel, die nachweislich bienenschädigend sind, eingesetzt werden“, sagt Grünen-Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller."

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    • cornelius schrieb:

      Dem Franz Schauer, Gesundheitswart des Landesimkereiverbandes sei in das Stammbuch geschrieben:

      Viren ( deren Bienenschädliches Vorhandensein ich abstreite) und die Varroamilbe bringen kein Bienenvolk um, wenn der Imker sich einigermaßen um seine Völker bemüht!

      Das wäre eine qualifizierte Antwort gewesen. Den Einfluß der Agrochemie auf die Insekten verschweigt Herr Schauer wider besseres Wissen oder aus Gefälligkeit gegenüber der Agrochemieindustrie!

      Wie richtig im Gegensatz zum Herrn Schauer ist folgende Meinung:

      "Eines der Hauptprobleme seien weiterhin Spritzmittel, die den Bienen schwer zusetzen. „Das ist nach wie vor das große Problem, dass Mittel, die nachweislich bienenschädigend sind, eingesetzt werden“, sagt Grünen-Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller."

      Nun, Cornelius, du weißt wahrscheinlich genauso wenig wie ich, ob diese 40 Prozent der Bienenvölker, die aus welchen Gründen auch immer den Winter nicht überlebt haben, mit Pestiziden konfrontiert waren oder nicht. Ebenso weiß man (bzw. wir beide) nicht, ob die Varroabehandlung immer erfolgversprechend war.
      lg
      Gerald
    • Das weiss er nicht, und es ist im wahrscheinlich auch egal. kitzeln
      Er hat einen Beitrag von mir, in dem ich die Verluste in meinem Umfeld als Varroabedingt mitgeteilt habe, kurzerhand als dümmlich beschrieben.
      Hätte er nachgefragt, hätte ich im gesagt dass der eine überhaupt nicht behandelt hat und der andere nur halbherzig - nämlich viel zu spät.
      Aber selbst dann wären die Pestizide noch schuld gewesen . . . :D
      lg, Thomas
    • Gerald schrieb:

      Darum geht's ja nicht, Stefanzo, das wird eh' kaum ein Imker bestreiten, dass viele - vielleicht auch alle - Pestizide unter anderem schlecht für die Bienen sind. Aber die Aussage, dass durch die Varroa kein Volk zugrunde geht, halte ich für sehr gewagt.
      @Gerald

      Cornelius fügt meistens noch die Aussage hinzu: Ein Imker der gewissenhaft behandelt und dann bin ich seiner Meinung.

      Pestizide töten zuerst die Flugbienen, aber 80% der Varroa ist in der Brut. Es geht das gesamte Biengefüge verloren, die Bruttemperatur sinkt (zu wenige Pflegebienen für die großen Brutflächen) und die Folgen kennen wir. Die ganzen Regeln der Varroabehandlung haben dann keine Gültigkeit.

      Die Varroa ist ein Symptom aber nicht die Ursache. Wenn man mit dem Auto gegen einen Baum fährt, ist zwar das Polytrauma wahrscheinlich die medizinische Todesursache aber causal war es der Unfall.

      Gibt es denn keine Imker, die die Eier haben zu sagen, daß sie die Varroabekämpfung nach Stand der Technik (inklusive Aufzeichnung) durchgeführt haben, und es auf keinen Fall die Varroa sein kann.

      Die Imkerschaft ist schon so beeinflußt worden, daß sie selbst die Schuld der Varroa gibt. Hat die Imkerschaft keinen Berufsethos mehr ?

      Gruß
      Hans Peter
    • Cornelius fügt meistens noch die Aussage hinzu: Ein Imker der gewissenhaft behandelt ( dann gibt es kein Bienenvolkssterben durch die Varroamilbe) und dann bin ich seiner Meinung. Gibt es denn keine Imker, die die Eier haben zu sagen, daß sie die Varroabekämpfung nach Stand der Technik (inklusive Aufzeichnung) durchgeführt haben, und es auf keinen Fall die Varroa sein kann. Die Imkerschaft ist schon so beeinflußt worden, daß sie selbst die Schuld der Varroa gibt. Hat die Imkerschaft keinen Berufsethos mehr ?


      Genau so und nicht anders sehe ich das Bienenvölkersterben wie Astacus es ausdrückt. Hinzugefügt sei: Wer ohne Laboruntersuchungen des Honigs/ Futter, des Pollen und des Wabenwerkes eine Selbstdiagnose meint verlautbaren zu müssen, es sei die Varroa oder die Pestizide schuld am Bienenvolksterben, den bezeichne ich als Dummkopf und Plappermaul.
      Hat die Imkerschaft keinen Berufsethos mehr ?
      Zu dieser Frage von Astacus: Ich bin der Überzeugung das einige Imker sich die Machenschaften der Pestizidindustrie und den mit ihnen verbandelten sogenannten Bienenwissenschaftler, zu eigen gemacht haben!
      In Klammern gesetzt: Von mir hinzugefügt!

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    • Astacus schrieb:

      @Gerald

      Cornelius fügt meistens noch die Aussage hinzu: Ein Imker der gewissenhaft behandelt und dann bin ich seiner Meinung.

      Ja schon, aber wo steht, dass alle Imker gewissenhaft bzw. richtig varroabehandeln?
      Mir sind da selbst schon viele Fehler passiert (aus Unwissenheit)!

      Übrigens:
      Ich habe zufällig in den Radio-OÖ-Nachrichten heute um 21 Uhr gehört, dass "neonicotinoid-verseuchter" Nektar von den Bienen gegenüber "normalem" Nektar bevorzugt wird (anscheinend wurden dazu Versuche angestellt). Offenbar zeigen die Bienen da eine Art "Drogenabhängigkeit", die sich jedoch - wie wir wissen - fatal auswirkt.
      lg
      Gerald