Erfahrungen und Gedanken einer Imkerin

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    • Erfahrungen und Gedanken einer Imkerin

      @guenther WARNUNG -Beitrag kann Spuren von Themen beinhalten die Ihnen nicht gefallen

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      Ich habe gemeinsam mit meinem Stiefvater vor sechs Jahren die
      Leidenschaft zur Imkerei entdeckt. Wir bekamen und bekommen kompetente
      Unterstützung von Vereinskollegen, ob nun von Kollegen aus dem BZV St.
      Paul oder aus dem neugegründeten Verein „Lavanttaler Carnica Biene“. Für
      uns Jungimker gibt es abseits der Rassenfrage so viele wichtige Fragen,
      dass wir für jede Hilfe dankbar sind. Unser größter Feind ist die
      Varroamilbe und leider auch das Bienenwirtschaftsgesetz in Kärnten.
      Letztes Jahr musste ich sechs gesunde und fleißige Königinnen töten,
      welche ich von Vereinskollegen erhalten habe, da sie nicht zu 100% dem
      Gesetz in Kärnten entsprochen haben. Wir haben uns dem Gesetz gebeugt,
      Königinnen getötet und ausgetauscht und mussten zusätzlich zur heurigen
      Schlechtwetterlage mit Krankheiten der neuen Reinzuchtköniginnen sowie
      dem großen Schwarmtrieb kämpfen, obwohl wir die gleiche Betriebsweise
      hatten, die uns in den letzten Jahren viel Erfolg gebracht hatte. Da wir
      nicht mehr als sechs Völker haben, war es keine sehr große finanzielle
      Einbuße. Aber durch diese Erfahrung können wir jetzt erst wirklich
      verstehen, warum sich größere Imker, vor allem die Berufsimker, vor dem
      Umweiseln auf Reinzuchtköniginnen der Rasse Carnica so wehren. Es geht
      um ihre Existenz!
      Nun wurden wir auch noch anonym angezeigt. Es
      wurde angezeigt, dass der Verdacht bestehe, dass wir Bienen halten, die
      nicht dem Kärntner Bienenwirtschaftsgesetz entsprechen, obwohl wir
      letztes Jahr von der Aktion vom Land Kärnten die Königinnen erhalten
      haben. Da mich ja nur jemand angezeigt haben kann, der uns kennt, aber
      auch unsere Bienen besichtigen konnte um eine solche Anzeige zu tätigen,
      habe ich alle Imkerkollegen, die meine Völker kennen, persönlich
      gefragt, wer dies zur Anzeige gebracht hat. Es konnten mir alle
      glaubhaft versichern, dass es keiner von ihnen war. Dazu möchte ich auch
      noch sagen, dass ich eine von sehr, sehr vielen ImkernInnen bin, die
      angezeigt wurden. Da es anscheinend kein Imkerkollege war, stellt sich
      hier die Frage, ob das Amt der Kärntner Landesregierung sich hier
      eigenständig Arbeit beschaffen möchte und unsere Steuergelder wirklich
      beim Fenster hinaus wirft?? Es kostet bestimmt nicht wenig, wenn ein
      Rassensachverständiger des Landes Kärnten zu so vielen Bienenständen
      fahren muss um Proben zu entnehmen, diese zu analysieren und über das
      Ergebnis einen Bericht verfassen zu hat.
      Hier wird einem Gesetz
      nachgegangen, das seinen Ursprung im dritten Reich findet. In dem
      Zusammenhang frage ich mich, wo das alles noch hinführen wird??? Wir
      müssen junge, gesunde und fleißige Königinnen töten, weil wir
      reinrassige Königinnen haben müssen. Das ist, wie bei allen anderen
      Tieren nicht immer von Vorteil, da Rassetiere in allen Bereichen
      empfindlicher sind als einfache Landtiere.
      So wurden wegen diesem
      Gesetz auch Vereinsmitglieder, die als Funktionäre Jahrzehnte lang
      gewissenhaft hinter dem Verein standen, abgewählt. Ihnen wurde nahe
      gelegt, dass sie nicht mehr erwünscht sind.
      Ein anderer Imker wurde
      von einem großen Forstbetrieb mit seinen Völkern des Grundstückes
      verwiesen, obwohl er sich nie etwas zu Schulden kommen hat lassen. Das
      auch nur, weil seine Bienen nicht zu 100% dem fragwürdigen Gesetz
      entsprechen.
      Da wir Imker wirklich sehr viel andere, schwierige und
      oft unlösbare Probleme haben wäre es eine enorme Erleichterung, wenn man
      sich nicht noch auch um die Rassenfrage mit den Wurzeln im dritten
      Reich kümmern müsste! Da frage ich mich schon, was der nächste Schritt
      sein wird, wenn wir jetzt schon beim Töten gesunder Lebewesen sind, nur
      weil sie nicht einer Rasse entsprechen. Vielleicht wird von uns auch
      noch der Verweis und der Verstoß von Menschen verlangt, weil sie eine
      andere Meinung haben??? Menschen, die schon Jahre lang versuchen unter
      Vorlage vieler wissenschaftlicher Arbeiten dieses Gesetz zu ändern,
      werden einfach ignoriert. Mehr noch! Es wird versucht, sie mundtot zu
      machen!
      Und das alles nur, weil Rassenwahn anscheinend wieder gesellschaftsfähig geworden ist.
      Welches Tier, welche Rasse MENSCH ist als nächstes dran?? Vielleicht
      ihre Nutztiere, weil sie nicht einer bestimmten Rasse entsprechen?
      "Der Imker ist nicht der Meister seiner Bienen sondern ihr Diener"

      :biene :biene :biene
    • Hab ich auch auf FB gelesen, aber warum postest das jetzt hier?
      Weiß die Post-Erstellerin das und ist einverstanden?
      Was hat man nun davon das man jedes Brieflein an 3 Stellen im WWW lesen kann/muss/darf?
      Mir ist das ganze Rassenthema eigentlich total wurscht.
      Allmählich nervt mich die dauernde Nazikeule welche die Ersteller dieser Posts zufällig einheitlich schwingen und die Verzerrung der Realität (auch alle anderen Nutztiere werden in der Tat nach Rasse gezüchtet, genauso wie der Dobermann, etc.) jedoch gewaltig. Da mich die ganze Rassengeschichte eigentlich 0,0 interessiert finde ich es auch einfach nur lästig ständig von verschiedenen Rassekriegern damit belästigt zu werden. Komischerweise sind das aber immer die mit der "anderen Biene" - noch nie hat mich ein Carnica-Fetischist mit dem Rassethema sekkiert.
      Liebe Grüße

      Abnormal
    • Das erinnert mich an die Verordnung in Vorarlberg, wo bei den Rindern nur die Rasse Braunvieh zugelassen war.
      Hat sich auch irgendwann erledigt. Damals gab es auch Anzeigen und Gerichtsverfahren, da einige die Rasse Fleckvieh hielten, die sonst in ganz Österreich verbreitet und zugelassen war.
      Übrigens ich arbeite mit Carnica Landrasse, rein grau.
      Gruß

      Paul
    • nickerlbien wrote:


      Übrigens ich arbeite mit Carnica Landrasse, rein grau.
      Bei mir undenkbar, alles was ich standbegatte wird mehr oder weniger orange. Hier im Burgenlöand darfst haltenw as Du willst was dazu führt dass sämtliche Kärntner und Steirer ihre Bs hier her bringen.
      Dass meine Völker ursprünglich Cs sind sieht man nur an den Müttern und Drohnen.
      Wie gesagt mir ist das wurscht. Für mich ist wichtig, dass ich gut mit den Bienen arbeiten kann, sie über den Winter kommen und der Ertrag passt. Die Bienen mit den orangen Ringen fliegen nicht weniger ein und stechen auch nicht mehr.
      Liebe Grüße

      Abnormal
    • In Kärnten hört man zur Zeit nur sporadisch irgendwelche Meldungen weil die Verfahren noch "schwebend" sind. Primär geht es um wer ist Verursacher und wer ist Geschädigter.
      Die Dame aus dem Eingangsposting dürfte auch über die Tragweite von Gerichtsurteilen keine Ahnung haben, sie schrieb:

      noahnesha wrote:

      Da es anscheinend kein Imkerkollege war, stellt sich
      hier die Frage, ob das Amt der Kärntner Landesregierung sich hier
      eigenständig Arbeit beschaffen möchte und unsere Steuergelder wirklich
      beim Fenster hinaus wirft?? Es kostet bestimmt nicht wenig, wenn ein
      Rassensachverständiger des Landes Kärnten zu so vielen Bienenständen
      fahren muss um Proben zu entnehmen, diese zu analysieren und über das
      Ergebnis einen Bericht verfassen zu hat
      Die Angst um Steuergeld ist völlig aus der Luft gegriffen, vor Gericht wird der Verursacher und nicht der Staat zur Kasse gebeten. Wer sich mit dem Gericht anlegt, muss mit weitreichenden Folgen rechnen, das ist nicht so wie wenn man sich mit einem Polizisten anlegt und mehrmals ein Halteverbot ignoriert, das Halteverbot ist leistbar, kostet nicht viel mehr als ein schöner Urlaub. Ganz anders ist es wenn sich wer mit dem Gericht anlegt, die Schadenersatzansprüche sind immens, viele Leute haben da schon Hab und Gut verloren, dieses findet man dann in der Ediktsdatei.
    • Noldi wrote:

      Verursacher und Geschädigter ... nö. Das sind keine Zivilverfahren, sondern Verwaltungsverfahren, also vergleichbar mit Schwarzparken ...
      Da hab ich aber Anderes vernommen.
      Auf eine(n) bestimmte(n) Imker(in) sollen beträchtliche Kosten zukommen.
      Zwar in einer ganz anderen Angelegenheit/Verfahren aber immerhin......
      EU = Europäische Umverteilungsorganisation (Umverteilung von Unten nach Oben)
    • So ist das halt wenn man jahrelang gegen Gesetze verstößt und macht was man will.
      Irgendwann wird dann die Strafe (oder in diesem Falle die Zwangsumweiselung) folgen.
      Auch wenn irgendwann mal kontrolliert wird mit welcher Ameisensäure (Rechnungen) gegen Varroa bahandelt wurde werden die Zahlscheine bei den "ich mach was ich will Imkern" ins Haus flattern.

      Ich versteh jetzt nur nicht warum das so eine Aufregung ist. Klar tun mir die Bienen auch leid, aber jeder der Buckfast in Kärnten hielt wusste dass es verboten ist. Wer ist jetzt schuld am Tod der unschuldigen Bienen - das Amt welches das Gesetz exekutiert, oder der Imker der wissentlich eine unerlaubte Rasse einsetzte...

      Ich halte ja auch Carnica in Wien - WEIL ES DAS GESETZ VORSCHREIBT . Punkt. Dann ist es eben so. Wenn ich was anderes mache muss ich auch mit den Konsequenzen leben und brauch ned wehklagen und schreien.

      Dass das in Kärnten mit den Anzeigen und Gegenanzeigen ein bisschen skurril abläuft liegt auf der Hand. Da sieht man was für Extreme an beiden Seiten am Handeln sind. Lauter kranke, gestörte Existenzen mit denen ich eigentlich nix zu tun haben will (betrifft sowohl Cs als Bs Halter).

      Sowohl der Biene als auch der Imkerei ist das Ganze nicht förderlich. Eine Schande für Alle.
      Liebe Grüße

      Abnormal

      The post was edited 5 times, last by abnormal ().

    • Krank sind die Rasseparagraphen, die nur noch mit RZ Carnica eingehalten werden können. Die letzten Gerichtsurteile in Kärnten stellen die Standbegattung in Frage ... kein Wunder, denn Kärnten hat einen natürlichen Einfluss der Dunklen aus Osttirol und der Ligustica aus dem Süden. Auch ohne Buckfast wäre das Gesetz zum scheitern verurteilt, noch dazu wo die Belegstellenpraxis in Kärnten nahe legt, dass die C Leute das Gesetz selbst nicht einhalten. Laut den Belegstellenbescheiden müssen sie spezielle lokale C Stämme züchten. Stattdessen steht auf mancher Belegstelle Material aus Deutschland.

      Gesetze kann man ändern, noch dazu so sinnlose wie Rasseparagraphen für eine "Zucht"rasse, denn die Unterart existiert nicht mehr.