Honig kontra Zucker

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    • Wie erwartet man einen Verkaufspreis?
      Alleine bei der Aussage ist mir eigentlich alles klar!

      Ich kann einen guten Absatz erwarten, oder einen schlechten Absatz befürchten,
      meinen Verkaufspreis lege aber ICH fest. Kann sein dass der Absatz dann rückläufig ist, oder angekurbelt wird. Nun gut, seis drumm.

      Wie machst Du das also nun? stellst Du Dich mit deinem Tischerl an den Straßenrand und fragst vorbeifahrende Autofahrer wieviel sie Dir gerne geben würden? Und wenn sie sagen 4 Eur/kg denkst Dir "na gut ist jetzt weniger als erwartet, wie immer"?

      (alleine der Gedanke "klar, wie immer nix zu erwarten" - wird diese persönliche Realität für Dich erschaffen, so kann man eigentlich zu nix kommen)

      Im Übrigen finde ich es gut dass Du Honig verfütterst und nicht unnötig lagerst. Den Bienen tuts bestimmt gut!
      Liebe Grüße

      Abnormal
    • Das Honig sicher besser für die Bienen ist, ist ja eh klar. Der Zucker ist aber besser für mein schmales Börserl,
      ich müßte 200 -300kg Akazienhonig verfüttern und zufällig waren meine besten Winter die, wo ich Zucker eingefüttert habe. Fügen die Bienen dem Zuckerwasser beim Invertieren nicht auch ihre Enzyme zu? Schon um es haltbar zu machen? Vitamine holen sich die Bienen eher über den Pollen. Aber auch ich habe jedem Volk je nach Verfügbarkeit 2 bis 4 unverdeckelte Honigwaben an den Rand zugehängt und bis zum Winter wird noch viel Honig eingetragen.

      LG, Thomas
    • Der Zuckertausch ist ein notwendiges Übel, dem man kaum entkommt. Die günstigste Variante ist wenn man genügend Überschußhonig ernten kann und den Bienen ihren Wintervorrat einfach lassen kann. Dies ist aber meist nur ein Wunschgedanke. Wir Imker müssen aktiver werden bei der Erschaffung von Trachtmöglichkeiten. Eine Lindenallee als Beispiel für eine Idee.
      mfg stefanzo
    • stefanzo wrote:

      Eine Lindenallee als Beispiel für eine Idee.
      so was habe ich bei mir auch in der Nähe, leider erst ca 25 Jahre alt und fast alles Sommerlinden bis auf eine Winterlinde, gibt noch nicht viel her. Ist aber für die nächsten Generationen sicher eine tolle Sache.
      Dafür aber habe ich rund um meinen Hauptstand fast 30 Linden zwischen 100 und 250 Jahren (Grundwasserspiegel max. in einer Tiefe von 2,5m im Sommer), dabei auch einige Winterlinden. Als einziger Imker im Ort eine jährlich zuverlässige und reichliche Tracht. Begrenzt nur durch die kurze Blütezeit und noch lange nicht durch die Anzahl meiner Bienenvölker. Nur wenn wie heuer der nahe Wald auslässt, ist von Anfang Juni an nur mehr Läppertracht bis zur Luzerne.
      GLG

      Peter

      ps.: Mir ist nur Sanftmut, Vitalität und Fleiß bei der Biene wichtig, und sonst nichts!!! äh: vielleicht noch Schwarmträgheit :)
    • Gerald wrote:

      Eine Frage, die mich nach wie vor beschäftigt ist, wie wirkt sich Zuckerfütterung im Vergleich zum selbst produzierten Honig auf die Gesundheit der Bienen aus.
      Ich habe das schon in einem anderen Thread gepostet, aber warum nicht nochmal: In der nachfolgende Untersuchung (ich nenne es bewusst nicht Studie) wird u.A. auf die Lebensdauer der (Winter-)Bienen eingegangen. Siehe für den schnellen Überblick insbesondere Tabelle 1 auf Seite 6. Über die Glaubwürdigkeit und wissenschaftliche Reputation kann ich leider keine Auskunft geben. Manches scheint brauchbar, anderes unschlüssig.
      Files
      • feeding.pdf

        (252.2 kB, downloaded 35 times, last: )

      The post was edited 1 time, last by Entchen ().

    • Die Lebensdauer der Bienen hängt stark mit der Pflege von Brut zusammen. Winterbienen sind die letzten, sie fressen nur und pflegen keine Brut (ähnlich ist es bei Schwarmbienen, Bienen im Brutling..) es gibt aber noch mehr Einflüsse. So leben z. B. Bienen die Brut pflegen auch trotzdem länger wenn man die Brut entfernt. Es ist komplex hormonell gesteuert. Dass was Bienen brauchen hauptsächlich im Honig ist bezweifle ich. Honig ist primär ihre Kalorienquelle, sonst müsste ja die Substitution durch Zucker dramatisch negative Auswirkungen haben.
      Bevor jetzt alle über mich herfallen. Meine wiener Mädels überwintern heuer ausschließlich auf Eigenhonig. (Fluglinge, Brutlinge und Ableger) Es kostet mich etwa die Hälfte des Honigertrags (habe deswegen heuer mehr Wirtschaftsvölker behalten). Liebe Grüße, Rudi
    • Ich hab das auch schon einem anderen Thread geschrieben, aber nochmal der Honig baut Toxische Wirkstoffe in der Biene ab weiters erhöht er den Fettpolster den die Bienen im Winter brauchen, der Honig ist den Bienen eigenes Futter, die Natur wird schon wissen warum Sie den Honig als Winterfutter brauchen. Bei Honigfutter leben die Bienen auch länger. Und wieder ist der Mensch gscheiter als die Natur.
      Gruß Margit :biene

      Nicht die Bienenrasse entscheidet über Fleiß, Sanftmut und Gesundheit sondern die Bienenhaltung :D
    • Margit49 wrote:

      Ich hab das auch schon einem anderen Thread geschrieben, aber nochmal der Honig baut Toxische Wirkstoffe in der Biene ab weiters erhöht er den Fettpolster den die Bienen im Winter brauchen, der Honig ist den Bienen eigenes Futter, die Natur wird schon wissen warum Sie den Honig als Winterfutter brauchen. Bei Honigfutter leben die Bienen auch länger. Und wieder ist der Mensch gscheiter als die Natur.
      Dass man einen Fettpolster auch mit billigem Zucker aufbauen kann sieht man an jedem Badeteich :pigdance , vom Ersteren hoffe ich, dass du recht hast. Mich würde auch interessieren ob und inwiefern sich das eingelagerte Winterfutter vom gefütterten Zucherwasser oder Sirup unterscheidet. Liebe Grüße, Rudi