Vier Monate unbedingt für Obstbauer

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • es ist bestimmt ein Urteil welches "Eindruck" schinden wird. Ob es den Bienen hilft? Oder unserer Zusammenarbeit mit den Landwirten? Unserem Ansehen in der "Öffentlichkeit" nutzt? Was für ein schwieriges Thema.
      Wenigstens wurde klargestellt dass man nicht einfach machen kann was man will. Oder dass man wenn man sich nix scheißt die Konsequenzen zu tragen hat.
      Liebe Grüße

      Abnormal
    • abnormal wrote:

      Ob es den Bienen hilft? Oder unserer Zusammenarbeit mit den Landwirten? Unserem Ansehen in der "Öffentlichkeit" nutzt? Was für ein schwieriges Thema.
      Sehe ich auch so. Ich hab diese Geschichte von Anfang an verfolgt als das in die Medien kam. Eine Sauerei was da passiert ist, zumindest wurde es so dargestellt und auch entsprechend geahndet. Selbst war ich auch schon mal in wesentlich geringerem Ausmaß von so einer ähnlichen Sache betroffen. Für mich war es unmöglich, meine Verluste zu einem "Fall" werden zu lassen. Der Grund ist leicht erklärt: man kennt sich, lebt und arbeitet neben einander, der Eine als Bauer - ich als Imker und Kleinstbauer. Ich muss gestehen mein Zorn war groß, es war so gut wie klar, was passiert war. Proben hatte ich bereitgestellt, selbst ein "4-Augengeständniss" bestätigte den Verdacht einer Insektizid/Fungizid-Spritzung zu einem nicht zugelassenen Zeitpunkt...
      Wir haben uns das dann "unter uns" ausgemacht. Geldbeträge zwecks Schadenersatz sind keine geflossen. Ich bin mir aber sicher so etwas wird mit diesem Burschen nicht noch einmal passieren. Es ist nicht gerade so, das wir die besten Freunde sind aber unser Motto lautet: "leben und leben lassen"
      Ich bin heute sehr froh darüber, dass ich nicht überreagierte und die Geschichte nicht anzeigte obwohl das Recht ziemlich sicher auf meiner Seite war. Schade um die Bienen ist es allemal keine Frage.
      Ein schwieriges Thema für das es bestimmt kein Universalrezept geben wird. Es ist halt so, dass wir mit der Landwirtschaft zusammen arbeiten müssen/sollten/können. Wie man das am Besten macht, weiss ich auch nicht. Ich bin nur draufgekommen ein Tratscherl am Feldweg bringt vielleicht mehr als eine Anzeige vor Gericht.
      lg Michael
      Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär.
    • Sturmimker wrote:

      abnormal wrote:

      Ob es den Bienen hilft? Oder unserer Zusammenarbeit mit den Landwirten? Unserem Ansehen in der "Öffentlichkeit" nutzt? Was für ein schwieriges Thema.
      Sehe ich auch so. Ich hab diese Geschichte von Anfang an verfolgt als das in die Medien kam. Eine Sauerei was da passiert ist, zumindest wurde es so dargestellt und auch entsprechend geahndet. Selbst war ich auch schon mal in wesentlich geringerem Ausmaß von so einer ähnlichen Sache betroffen. Für mich war es unmöglich, meine Verluste zu einem "Fall" werden zu lassen. Der Grund ist leicht erklärt: man kennt sich, lebt und arbeitet neben einander, der Eine als Bauer - ich als Imker und Kleinstbauer. Ich muss gestehen mein Zorn war groß, es war so gut wie klar, was passiert war. Proben hatte ich bereitgestellt, selbst ein "4-Augengeständniss" bestätigte den Verdacht einer Insektizid/Fungizid-Spritzung zu einem nicht zugelassenen Zeitpunkt...Wir haben uns das dann "unter uns" ausgemacht. Geldbeträge zwecks Schadenersatz sind keine geflossen. Ich bin mir aber sicher so etwas wird mit diesem Burschen nicht noch einmal passieren. Es ist nicht gerade so, das wir die besten Freunde sind aber unser Motto lautet: "leben und leben lassen"
      Ich bin heute sehr froh darüber, dass ich nicht überreagierte und die Geschichte nicht anzeigte obwohl das Recht ziemlich sicher auf meiner Seite war. Schade um die Bienen ist es allemal keine Frage.
      Ein schwieriges Thema für das es bestimmt kein Universalrezept geben wird. Es ist halt so, dass wir mit der Landwirtschaft zusammen arbeiten müssen/sollten/können. Wie man das am Besten macht, weiss ich auch nicht. Ich bin nur draufgekommen ein Tratscherl am Feldweg bringt vielleicht mehr als eine Anzeige vor Gericht.
      lg Michael
      Was soll ich dir darauf antworten.
      Die Steigerung durfte wie du weißt ich erfahren, die andere Imkerin hat die Faulheit und dank ihr verkaufen wir fast keinen Honig mehr im Ort, aber sie schon.......
      Da hab ich schon die Faust im Hosensack.
      EU = Europäische Umverteilungsorganisation (Umverteilung von Unten nach Oben)
    • 4 Monate Haft ist schon deftig. Ich sehe diesen Obstbauern nicht nur als Täter, sondern auch als Opfer. Der Handel will nur Märchenobst als Tafelobst vertreiben. Um diesen Ansprüchen zu genügen hat er so gehandelt. Würde Obst in seiner natürlichen Form besser akzeptiert, bräuchten die Obstbauern diese Gifte nicht mehr. Die Rücksichtslosigkeit beginnt mit der Herstellung solcher Gifte. Der Bauer ist der Letzte in der Kette, welcher diese scheinbare Qualität in ausreichender Menge nur mehr mit diesen Mitteln erzeugen kann. Wäre die Herstellung dieser Gifte verboten, so hätten die Konkurrenten auch keine schöneren Äpfel. Schade das sich nicht auch die Erzeuger dieser Mittel und deren Vertreiber verantworten müssen.
      mfg stefanzo

      The post was edited 1 time, last by stefanzo ().

    • Da muß ich sagen, dem ist nicht so, denn ich betreue Bio-Obstbauern und da kennst die Äpfel und Birnen nicht von den konventionell mit Gift gespritzten auseinander.
      Die Giftspritzerei ist der Bequemlichkeit geschuldet, hat mit Landwirtschaft aus Berufung absolut nichts zu tun.
      Man kann mit biologischen Mitteln die Schädlinge genauso gut in den Griff bekommen.
      Denkt an die Schlagzeilen mit dem Rübenschädling - 9 x Gift gespritzt, die Regenwürmer lagen alle tot auf den Flächen, zugelassen sind max. 2 Spritzungen, Aussage des Verkäufers "schreibst halt das Gift auf eine andere Kultur", das gab es einen Artikel in der Kronen Zeitung.
      Dann kamen unsere Bio-Blattdünger zum Einsatz - und der Käfer ist abgewandert.
      Mir tut der Obstbauer nicht im geringsten leid, denn der wußte das und hat mit Vorsatz gehandelt.
      Endlich mal ein Gericht, das die Wahrheit erkennt und dementsprechend Recht spricht.
      Ich hatte vor 2 Jahren bei mir einen Fall wo mein Waldbienenstand auf Grund einer Rapsblütenspritzung (25 Völker) erledigt war.
      Gruß Einstein
    • Sturmimker wrote:

      Es ist halt so, dass wir mit der Landwirtschaft zusammen arbeiten müssen/sollten/können. Wie man das am Besten macht, weiss ich auch nicht. Ich bin nur draufgekommen ein Tratscherl am Feldweg bringt vielleicht mehr
      Schlimm finde ich, daß der als Obstbaulehrer diese Methode verbreitet hat. Die hat er nicht erfunden, das ist die Lehrmeinung. Dagegen steht nur Aufklärung und ein Miteinander. In dem Sinn muß ich "meine" Bauern loben, die arbeiten vorbildlich ökologisch. Glyphosat und Anderes wurde vor Jahren immer gespritzt, heuer hab ich nichts davon gesehen, viele sind jetzt BIO, und deren Kulturen nähren meine Bienen.
      Dieser Obstbauer hatte schätzungsweise Lieferverpflichtungen gegenüber dem Handel und mußte liefern und hat alles Gewürm tot gespritzt. Das er eigentlich Sondermüll liefert hat ihm nicht interessiert und den Handel und den Konsumenten interessiert es auch nicht. Jetzt ist er seinen Lehrerjob los, seinen Absatzmarkt auch und muß vielleicht ins Gefängnis. Er erscheint schuldig, ist aber auch das Schwächste Glied der Kette.

      LG, Thomas

      The post was edited 1 time, last by Ro-Bee ().

    • Ro-Bee wrote:

      Er erscheint schuldig, ist aber auch das Schwächste Glied der Kette.
      aber niemand zwingt ihn, diese Mittel anzuwenden, schon gar nicht so wie er es tat. Noch dazu wo er offensichtlich das Wissen haben musste, dass er illegal handelte. Ich finde es schön, dass die Naturzerstörer nicht immer ungestraft handeln dürfen. Wenn die vielen schwachen Glieder in der Kette plötzlich diese Giftstoffe nicht mehr verwenden, werden die Konzerne auch umdenken müssen. Noch sind sie zu mächtig um wirklich spürbar gestraft zu werden.
      GLG

      Peter

      ps.: Mir ist nur Sanftmut, Vitalität und Fleiß bei der Biene wichtig, und sonst nichts!!! äh: vielleicht noch Schwarmträgheit :)
    • einstein wrote:

      Man kann mit biologischen Mitteln die Schädlinge genauso gut in den Griff bekommen.
      Welche konkret bei Äpfeln - Birnen - Quitten? Gegen Wickler und die Pilze (Monilia, Schorf, manchmal Mehltau)? Bzw. Birnengitterrost (der Nachbar im Kleingarten hat eine Wacholderhecke ...).Und wie werden die angewendet?

      Ich denke, sie werden auch "gespritzt". Also die Begriffe werden meiner Meinung nach falsch verwendet. Es werden halt erlaubte Mittel eingesetzt, aber sie werden auch durch Spritzen ausgebracht. "Ungespritzt" im wörtlichen Sinn funktioniert nicht, da wird das Obst nix. Mit dem Granulosevirus gegen den Apfelwickler hat das heuer bei mir im Schrebergarten halbwegs hingehaut, zumindest gegen die zweite Generation. Aber Schorf und Monilia sind ein Dauerproblem. Der Schorf vielleicht besonders, weil ich alte Apfelsorten habe.

      Und die Bienen stehen knapp neben den Obstbäumen, wie es halt im Schrebergarten so ist. Also sollte ich nicht einmal Kupfer (was möglicherweise unter Bio erlaubt ist ) "anwenden", denke ich.

      vG
      Berthold
    • Benutzername wrote:

      einstein wrote:

      Man kann mit biologischen Mitteln die Schädlinge genauso gut in den Griff bekommen.
      Also sollte ich nicht einmal Kupfer (was möglicherweise unter Bio erlaubt ist ) "anwenden", denke ich.

      vG
      Berthold
      Kenne die Problematik weil ich diese Situation auch schon hatte.
      Kupfer war keine Option weil im Nachbargarten ein Fischteich ist und da Kupfer nichts drin verloren hat.
      Auf keinen Fall für Todesfälle bei den Fischen verantwortlich sein wollte.

      LG
      Lisa
    • Benutzername wrote:

      Ich denke, sie werden auch "gespritzt". Also die Begriffe werden meiner Meinung nach falsch verwendet. Es werden halt erlaubte Mittel eingesetzt, aber sie werden auch durch Spritzen ausgebracht. "Ungespritzt" im wörtlichen Sinn funktioniert nicht, da wird das Obst nix. Mit dem Granulosevirus gegen den Apfelwickler hat das heuer bei mir im Schrebergarten halbwegs hingehaut, zumindest gegen die zweite Generation. Aber Schorf und Monilia sind ein Dauerproblem. Der Schorf vielleicht besonders, weil ich alte Apfelsorten habe.
      da muss ich widersprechen, ich habe auch alte Sorten, sowie auch eine neue und spritze nie, natürlich gibt es einige wurmige Äpfel, aber der Schorf ist vernachlässigbar. Das Wichtigste ist aber der Schnitt der Bäume. Die Früchte müssen schnell nach dem Regnen trocknen können, sonst entsteht der Schorf, daher extrem auf Lichtigkeit schneiden, denn jeder Apfel muss von der Sonne geküsst werden können. Dass, wenn der Schnitt fertig ist, ein Hut durch den Baum geworfen werden kann und das von allen Seiten hat schon seine Richtigkeit. Spätestens nach zwei Leitastreihen ist eine Hohlkrone anzustreben. Wichtig ist auch, alle Fruchtmumien noch im Herbst von den Bäumen entfernen um die Monilia im Schach zu halten, welche aber bei gutem Schnitt auch sehr gering ist.
      GLG

      Peter

      ps.: Mir ist nur Sanftmut, Vitalität und Fleiß bei der Biene wichtig, und sonst nichts!!! äh: vielleicht noch Schwarmträgheit :)
    • Peter51 wrote:

      Ich finde es schön, dass die Naturzerstörer nicht immer ungestraft handeln dürfen.Der Ansicht bin ich natürlich auch
      Ja natürlich, aber nur ein kleiner Fisch. Wer verkauft das Gift, wieso ist es zugelassen? Die Großen belangt niemamd. So leid es um die Bienen ist, stört mich noch mehr, daß so Lebensmittel erzeugt werden. Es liegt an jedem da nicht mit zu machen und sein Umfeld ein wenig zu verbessern.

      LG, Thomas