Heuer Tannenhonig geerntet

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    • Heuer Tannenhonig geerntet

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      Wir haben zwar Tannenhonig, aber der Preis was zu bezahlen ist, denn hätte ich gerne vermieden.
      Ich meine, dass mit den betroffenen Völkern die Überwinterung nicht zu schaffen sein wird.
      Der Milbendruck, weil ja nicht behandelt, dermaßen hoch, dass aus 3-4 Völkern vielleicht eines werden wird und da steht nicht fest ob das gut geht.
      Für mich eine Lehre, es muß nicht um jeden Preis Honig geerntet werden, nur um sagen zu können, wir haben Tannenhonig.
      Diese 390 kg kosten viel Geld, Völker und Nerven.
      Einmal und dann nicht mehr.
      Wir haben zwar viele Ableger erstellt, einerseits - auf der anderen Seite räumen wir durch Zusammenlegen leere Kästen weg.
      Die Arbeit hätten wir uns ersparen können.
      Gruß Einstein
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      Ich hätte so gerne heuer Buchweizen geerntet. (Aktuell ca. 40ha im nahen Flugradius, füttern brauchte ich nix) Einige Völker wurden nach der Akazie nur durch totale Brutentnahme von der Milbenlast erleichtert. Die Volksstärke hätte mitte August gepasst aber ich musste abbrechen. Es ist sich einfach nicht ausgegangen. Die Meisten konnte ich noch retten aber 2-3 Völker werden sich nicht erfangen. mea culpa. Es ist unglaublich wie schnell es gehen kann wenn man die Behandlungen um "nur" 1-2 Monate hinaus schieben will. Werde ich mir sicher gut überlegen, ob ich sowas noch einmal mache.
      lg Michael
      Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär.
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      Haben wir da unsere Bedenken (in einem anderen Thema damals) nicht laut genug geäußert? Abgesehen von den Milben, dass sich Bienen in der "späten Tannentracht" verausgaben (und offensichtlich an Proteinmangel leiden), steht eigentlich in den meisten Lehrbüchern. Und die Völker waren doch auf kleinen Zellen, wenn ich mich richtig erinnere?
      Die Tannen "summen" tatsächlich noch, man merkt es, wenn ma an einzelnen freistehenden vorbeigeht.

      vG
      Berthold
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      Hallo,
      mir hat der Tannenhonig ein gutes Jahr beschert und ich habe trotz der Tanne in der letzten Juliwoche abgeräumt inklusive einer totalen Bauerneuerung, wie immer. Das geschah diesmal bei Volltracht, sehr viel Nektar ist aus den BW geflossen und ein paar Kilo je Volk habe ich verschwendet, aber dafür war beim Arbeiten jede Räuberei ausgeschlossen und mit der Menge und Qualität des Honigs bin ich zufrieden. War schön verdeckelt. Drei Tage später war die Tracht aus und die Völker schon mitten im Bauen und brüten. Für mich sehen die Völker bis jetzt gut aus und wegen der TBE hielt sich der Milbenbefall bisher in Grenzen, wäre schön wenn es so bliebe. Bei dem schönen Wetter habe ich so meine Zweifel.

      LG, Thomas
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      Noldi schrieb:

      Warum Zweifel wegen dem schönen Wetter?

      Im September gab es kalte Nächte, sogar mit Frost, aber jetzt hats schon in der Früh 10°C und tagsüber brennt die Sonne.
      Dazu kommt ein stetiger Nektarfluß. Ich weiß nicht wie die Brut aussieht, aber die Völker können nur brüten. Heuer habe ich bisher wenig aber zufriedenstellend behandelt und es hat auch noch keine Völkerverluste im Umkreis gegeben, aber wenn sich das ändert werde ich es auch merken.
      Honigen tut immer noch das Springkraut und es wird gelber Pollen eingetragen. Die meiste Gründüngung ist inzwischen unter der Erde.

      LG, Thomas
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      wolfgang.s schrieb:

      Wir können nur die Voraussetzungen schaffen, jedoch einige Unbekannte spielen immer mit.
      Ist der Reproduktions-und Vermehrungszyklus der Milben als "Unbekannte" anzusehen? Diese Viecher sind doch gar nicht so schwer zu durchschauen. Leider, und da will ich mich selber nicht ausnehmen: "die Gier is a Hund"
      Ich hab doch tatsächlich geglaubt es könnte sich ausgehen-> es geht sich aber nicht aus-> wo sind denn endlich varroatolerante Bienen die das aushalten können?
      lg Michael
      Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär.
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      Sturmimker schrieb:

      Könnten wir nicht einfach auch "mit der Mlilbe" einfach 50% mehr Jungvölker erstellen und die Behandlungskonzepte überdenken um noch genügend Völker zu haben? Ist die Tanne das Problem oder die Milbe oder beides?
      Das machen wir doch eh! Die Tanne ist sicher kein Problem, seit wann ist eine Waldtracht im Juli was schlechtes. Man muß halt wissen wann man aufhört, und wenn es nur so ist, weil der Urlaub fürs Abräumen zu ende geht. Ein gutes Behandlungskonzept wäre sich ans Lehrbuch zu halten. Heute bei 25°C war ich neugierig, es scheint, etliche Völker gehen doch aus der Brut, aber die meisten stifteln weiter. Ein Volk ist zu schwach und wird schon mit einem Ableger umgeweiselt.

      LG, Thomas
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      @ Einstein. Woran lag das Problem? Ich weis du drückst die Milbenlast gerne im Frühling durch eine Behandlung mit deinen Tüchern runter und verwendest kleine Zellen in der Hoffnung die Varroa in Grenzen zu halten. Nach der späten Ernte, konntest du den Wintervorrat für die Bienen zurücklassen oder mußtest du neu auffüttern? Meine Frage kurz formuliert, ist das Problem die zu späte Varroabehandlung gewesen oder die zu späte Ernte nebst einfüttern?
      mfg stefanzo
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      Ro-Bee schrieb:

      seit wann ist eine Waldtracht im Juli was schlechtes.
      Die Tanne ist aber meist wesentlich später und die Völker arbeiten sich ab, deshalb hat Pfefferle laufend die Schwächeren aufgelöst und die Starken damit verstärkt.
      Ich weiß, so mancher Bienenliebhaber wird Emotional damit nicht klar kommen, aber Bienen sind, um ein böses Wort zu gebrauchen ein Verschleißlebewesen und das ist im grunde auch von der Natur so gedacht.
      Viel wichtiger ist die Bestandsicherung durch Jungvölker und in Zeiten der Milbe noch viel mehr.

      Grüße Wolfgang
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      Sturmimker schrieb:

      Könnten wir nicht einfach auch "mit der Mlilbe" einfach 50% mehr Jungvölker erstellen und die Behandlungskonzepte überdenken um noch genügend Völker zu haben? Ist die Tanne das Problem oder die Milbe oder beides?
      Für viele ist der Material und Arbeitsaufwand zu hoch, da ist es viel einfacher ein Streiferl, Tücherl oder sonst was in die Altvölker hinein zu hängen oder zu träufeln usw. geht natürlich auch aber zeitgerecht. Bei Spättrachten muß man eben anders agieren und kalkulieren, den der Verlust der Altvölker ist durch die Milbe und abarbeitung der Bienen ein vielfaches höher.

      Grüße Wolfgang