Entwurf Kärntner Bienenwirtschaftsgesetz

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    • @Ro-Bee Da geht es aber nicht um Bienenrassen. Ob man eine Buckfast oder Carnica aus zB. Deutschland oder Italien importiert, ist aus Tierseuchenrechtlichen Gründen egal. Ist aus der Sicht das Gleiche. Jede Biene wird da gleich behandelt. In den Papieren wird nur die Art eingetragen, Apis mellifera (ohne weitere Untergliederung) oder Hummeln (Bombus spp.). Beim Binnenhandel mit Bienen muss der Transport ins Traces System eingetragen werden. Dafür gibt es eigene EU Formulare, den Amtstierarzt etc.

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    • Stellungnahme des ÖEIB zum Begutachtungsentwurf BWG Kärnten

      Juristisch ausgearbeitete Stellungnahme des Österreichischen Erwerbsimkerbunds zum Begutachtungsentwurf II eines Gesetzes, mit dem das Kärntner Bienenwirtschaftsgesetz geändert wird

      Aufgrund der geplanten Änderungen im Bienenwirtschaftsgesetz Kärnten hat der Vorstand des ÖEIB
      heute eine von Dr. Ernst Brandl juristisch ausgearbeitete Stellungnahme an die Kärntner Landesregierung übermittelt.

      Die Stellungnahme wurde vorher an die Vorstandsmitglieder gesendet und einstimmig angenommen.

      Im Anhang die Stellungnahme sowie der Begutachtungsentwurf.

      erwerbsimkerbund.at/media.php?…hme%20BWG%20Ktn_OEEIB.pdf
      "Der Imker ist nicht der Meister seiner Bienen sondern ihr Diener"

      :biene :biene :biene
    • es ist schon arg, was diese Kärntner wollen, dabei es geht hier gar nicht um Buckfast, sondern sie wollen einfach seit Jahrzehnten selektierte, heimische Bienen großer Imker verbieten, bloß weil sie nicht grau sind. Meine ursprünglich C- Troisek (seinerzeit sehr dunkles grau)welche ich regelmäßig in Mistelbach auf der Belegstelle begatten lasse, sind dies auch nicht mehr, aber dafür super Bienen. Die in Tratten begatteten sind weiterhin grau, aber irgendwie sind die mit Sklenareinschlag mir inzwischen deutlich lieber, weil sie im Frühjahr viel besser starten. Haben zwar nicht gleich gutes Hygieneverhalten (Nadeltest) sind aber in allen anderen wünschenswerten Eigenschaften super. Nur nicht mehr so "schön" grau :) , was mir aber völlig egal ist. Außerdem war bei mir der Begattungserfolg in Mistelbach der deutlich bessere.
      GLG

      Peter

      ps.: Mir ist nur Sanftmut, Vitalität und Fleiß bei der Biene wichtig, und sonst nichts!!! äh: vielleicht noch Schwarmträgheit :)
    • Schade, dass sich der Ernst nicht besser informiert hat. Bereits das erste seiner Argumente geht an der Sache vorbei ...
      Ist ja ganz einfach, sich vorzustellen: was würden Buckfast-Züchter*innen sagen, wenn ihre Bienen plötzlich immer mehr einheitlich grau würden? (Ein Gedankenexperiment!)

      Sie würden sich denken, da stimmt was nicht mit unserer Zielrichtung/Zuchtmethode/Selektion.

      Nicht die Farbe bestimmt die Eigenschaften, aber wenn eine Zuchtrichtung mit bekanntem Farbprofil (=Äußerem) plötzlich diese Farb-Eigenschaft ändert (die man leicht erkennt), dann werden wohl auch die anderen Eigenschaften, wegen denen man sie eigentlich züchtet, nicht mehr passen. Das ist eine biologische Tatsache.

      Das Äußere dient nur als Marker dafür, ob alle Eigenschaften noch (auf den ersten Blick) so halbwegs passen. Das ist überall in der Tierzucht so, da machen die Bienen keine Ausnahme.

      Möchte außerdem wissen, auf welcher Grundlage die Behauptung: "dass eine eindeutige genetische Determinierung der [...] erwünschten Unterart gar nicht erfolgen kann" basiert. Viele Wissenschaftler*innen können das im DNA Labor machen.

      "Beschränkungen im öffentlichen Interesse [...), verhältnismäßig und sachlich gerechtfertig" gibt es zum Beispiel jede Menge im Forstgesetz und dazugehörigen Verordnungen. Im Wald darf man auch nicht einfach irgendwelche Baumarten anpflanzen. Saatgutgesetze gibt es auch, und und und ...

      Was einmal an biologischer Vielfalt, auch innerhalb einer Art, verlorengegangen ist, durch unbedachte Handlungen, kann nicht mehr zurückgebracht werden.

      Peter, wenn Du einige Generationen lang auf der Belegstelle einer anderen Zuchtrichtung warst, sind weit über 90 % der Genetik so wie die Linien auf dieser Belegstelle. Auch eine biologische Tatsache. Was die erste Königin war, die Du dort hin gebracht hast, ist fast wurscht.

      viele Grüße, Berthold

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    • Berthold, der Ernst geht rein aufs juristische ein. Und juristisch fordert Kärnten eben nicht die heutige graue Zucht Carnica, sondern die frühere natürlich entstandene Alpine Kärntnter Carnica. Dass die gar nicht mehr existiert und noch dazu früher eindeutig nicht rein grau war, kommt dann noch oben drauf. Du gehst dagegen von der heutigen Zucht C aus, die wird im Kärntner Gesetzesvorschlag aber eben nicht verlangt. Im Kärntner Gesetz wird die Alpine Carnica nach Ruttner verlangt. Warum diese wenn man grau möchte geht mir nicht ein, denn Ruttner beschrieb die Österreichische C als doch sehr sehr bunt. Deswegen kams ja auch zum Verwaltungsgerichtshofurteil, dass Farbe eben kein Unterscheidungsmerkmal sei. Der vorliegende Gesetzesvorschlag ändert daran nichts. Auch gibt es offizielle Unterlagen von den zuständigen Slowenischen Stellen die auch heute noch schreiben, dass die Carnica farbige Ringe haben kann und darf. Die slowenischen gehören zur Alpinen Population ...

      Dass die heutige Zucht C (die doch nicht nur aus der ehemaligen Kärntner C entstand, sondern in der Geschichte Dinge wie die Verdrängungszucht mit der Dunklen Biene hatte, oder die Zeit als man Cecropia, Macedonica und Carpatice importierte und einkreuzte, weil man der Meinung war das wären eh bloß Carnicaökotypen ...) eine reine Kärntner Carnica wäre ist einfach nur lächerlich. Kombinationszucht lässt grüßen ...

      Und nein, Zucht auf Exterieuermerkmale wie Farbe ist nicht überall in der Nutztierzucht Standard. Bei Rindern und Co. kennt man sehr wohl reine Zucht auf Interieurmerkmale unter Nichtbeachtung der Farbe. Farbe interessiert wenige Buckfastimker. Gerade in der VSH Zucht, wo viel besamt wird, ist viel graue Farbe vorhanden ...

      Woher die Aussagen stammen man könnte die nicht genetisch unterscheiden ... von der Kärntner Carnicaseite.

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    • Benutzername wrote:

      über 90 % der Genetik so wie die Linien auf dieser Belegstelle. Auch eine biologische Tatsache. Was die erste Königin war, die Du dort hin gebracht hast, ist fast wurscht.
      ist mir völlig klar, reine Mathematik, nach 5 mal max 3% von der ursprünglichen Königin der Einfluß. Aber genau diese Gesetze werden ja in der Kombinationszucht angewendet.
      GLG

      Peter

      ps.: Mir ist nur Sanftmut, Vitalität und Fleiß bei der Biene wichtig, und sonst nichts!!! äh: vielleicht noch Schwarmträgheit :)
    • Benutzername wrote:

      Ist ja ganz einfach, sich vorzustellen: was würden Buckfast-Züchter*innen sagen, wenn ihre Bienen plötzlich immer mehr einheitlich grau würden? (Ein Gedankenexperiment!)
      Wär egal weils hier nicht um die Farbe geht und dieses Merkmal nicht im vordergrund steht - und die grauen Linien werden sowieso gerne in Kärnten gekauft oder auch Steiermark
      "Der Imker ist nicht der Meister seiner Bienen sondern ihr Diener"

      :biene :biene :biene
    • Benutzername wrote:


      Nicht die Farbe bestimmt die Eigenschaften, aber wenn eine Zuchtrichtung mit bekanntem Farbprofil (=Äußerem) plötzlich diese Farb-Eigenschaft ändert (die man leicht erkennt), dann werden wohl auch die anderen Eigenschaften, wegen denen man sie eigentlich züchtet, nicht mehr passen. Das ist eine biologische Tatsache.

      Das Äußere dient nur als Marker dafür, ob alle Eigenschaften noch (auf den ersten Blick) so halbwegs passen. Das ist überall in der Tierzucht so, da machen die Bienen keine Ausnahme.

      Hier muss ich dir wiedersprechen. Aussehen ist ein Merkmal, was meist überhaubt nicht mit der Leistung korreliert, soweit ich das verstanden habe. Das Aussehen hilft dir somit überhaupt nicht weiter wenn du einen Zuchtvortschritt erwünscht, sondern verhindert diesen sogar, weil Leistungsstarke Genetik ausscheidet wenn sie nicht dem gewünschten Aussehen entspricht.
      Bienenzentrum Wien
      biezen.at
    • Noldi wrote:

      Gerade in der VSH Zucht, wo viel besamt wird, ist viel graue Farbe vorhanden ...
      kann ich nur bestätigen(habe nur mehr B-Mütter aus VSH-Zucht, alle anderen leben nicht mehr), meine sind optisch nur mehr wenig anders als die C, vor allem im Winter. Was aber schon erkennbar ist, sie sind etwas kleiner im Durchschnitt. Da ich aber jedes Volk genau beschrifte, Aufzeichnungen führe und alle Belegstellenköniginnen Nummern besitzen, weiß ich schon genau was drin ist. Ausnahme sind Standbegattungen, wo ich nur die Mutter kenne. Bei allen Königinnen, welche vor 2 Jahren auf der VSH Belegstelle in Oberösterreich waren, sahen nachher die Arbeiterinnen aus wie C-Bienen, habe schon an mir gezweifelt, dass ich falsch umgelarvt hätte, was aber nicht ginge, weil ich von 4 Müttern Laven genommen hatte. Im Jahr danach bei den Drohnen, hatte ich dann den Beweis, dass ich keinen Fehler gemacht habe, eindeutig B. Somit ist für mich erneut klar, dass die Farbe sekundär ist.
      GLG

      Peter

      ps.: Mir ist nur Sanftmut, Vitalität und Fleiß bei der Biene wichtig, und sonst nichts!!! äh: vielleicht noch Schwarmträgheit :)
    • Das traurige ist, dass die Imker denen die Farbe wurscht ist, immer wieder Gesprächsangebote machen und realistische Vorschläge, die den Grauzüchtern sogar helfen würden. Aus Ideologie heraus wird aber alles abgelehnt. Egal ob Vorschläge die Besamung auszubauen oder die Belegstellenradien. Man bietet ohne das tun zu müssen an, über Belegstellensicherheit, über mehr Radien zu sprechen (in Kärnten wird bei einigen Belegstellen locker flockig mit grauen Bienen im Sperrkreis nahe der Belegstellenmitte geimkert, das hat doch mit Zucht nichts zu tun!), das wird aber abgelehnt.

      Bsp. in OÖ haben die Buckfastimker angeboten gemeinsam zum Gesetzgeber zu gehen und das Belegstellenschutzgebiet auf 5km zu erweitern plus den Talausgang. Wurde von Carnicaseite vom Imkerbund abgelehnt, man bleibt lieber bei 4km, damit auch ja nicht auch nur eine einzige B Belegstelle staatlich in OÖ anerkannt würde. Selbst in OÖ träumen die davon, dass die B wieder gehen würde. Gleichzeitig haben die B Imker die letzten Jahre einige die in der Nähe der Belegstellen sich mit B hingestellt hätten gebeten, da wegzugehen oder nicht hinzustellen. Haben die ZAC aufmerksam gemacht wenn einer am Rand umweiseln wollte ... Nachdem der Imkerbund alle Gesprächsangebote ausgeschlagen hat, bezweifle ich, dass sich in Zukunft noch wer diese Mühe machen wird . Und die Fehlpaarungen mit den grauen Völkern am Rand fallen nicht auf und interessieren anscheinend eh keinen. Es geht nur um die Farbe!
    • Berthold, es ist eben egal was heutiger Stand ist. Die wollen ja eben nicht die heutige Zuchtcarnica (die defakto auch genetische Einkreuzungen hat) schützen, sondern berufen sich ausdrücklich darauf die alte Alpine Carnica nach Ruttner schützen zu wollen. Der Kärntner Gesetzgeber beruft sich auf die alten Ruttner Unterlagen. Warum auch immer. Ich habe es aufgegeben Ideologen zu verstehen. Bei diesen Farbschutzgebieten geht es nur um Ideologie. Fakten stehen da keine dahinter. Ruttner veröffentlichte seine Meinung wie der Rassenstreit endet schon 1975 ... er hatte schon 1975 recht.

      Und Berthold du bist Wissenschaftler. Ich finde, dass Wissenschaftler nicht einseitig agieren sollten ... Wissenschaftlicher Stand ist, dass Reinzuchtgebiete in Bundesländergröße, die von Nicht C umgeben sind nicht funktionieren. Dr. Bienefeld hat das dem Kärntner Landtag schon bei den Beratungen zum letzten Kärntner Bienenwirtschaftsgesetz vor 15 Jahren erklärt. Dr. Soland hat vor einer Weile das warum nicht in Graz erklärt. Auch warum Kärnten ein natürliches Übergangsgebiet zwischen 3 Populationen ist. Wissenschaftlicher Stand sind die Kreuzungsversuche, die Dr. Berg und viele andere heute dazu veranlassen zu erklären, dass die Rassenstreitereien wissenschaftlich Humbug sind ... Einer der größten Verkäufer an Reinzuchtcarnica nach Kärnten ist OÖ. Also ein Bundesland das keine Rasse vorschreibt. Es ist einfach nur peinlich. Vor allem für die Wissenschaft. Nach dem Abgang von Ideologen wie Dr. Bienefeld und Dr. Tiesler schwenkt Deutschland gerade in eine wissenschaftlich ehrlichere Richtung ein.

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