Daniel Pfeifenberger: "Honig - da wird gestreckt und verfälscht"

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    • Daniel Pfeifenberger: "Honig - da wird gestreckt und verfälscht"

      In der heutigen Kronen Zeitung wurde in einem doppelseitigem Bericht über Salzburg folgende Aussage des Salzburger Imkerverein-Obmanns Daniel Pfeifenberger veröffentlicht:

      "Honig ist zu einem Massenprodukt geworden. Vom vielzitierten flüssigen Gold ist in vielen Fällen keine Rede mehr. Da wird gestreckt und verfälscht, und den Leuten ist es egal. Davon müssen wir wieder wegkommen."


      Wer ist "WIR"? Wer streckt Honig und verfälscht ihn? In welchem Bundesland geschieht das, in Salzburg? Oder welches Land ist gemeint?? Besonders grotesk erscheint mir in diesem Zusammenhang seine weitere Aussage in diesem Artikel:

      "... Aber es gibt in letzter Zeit so viele negative Meldungen rund um das Thema Bienen ohne richtige Erklärungen und Zusammenhänge, dass wir da nachhaken möchten ...."


      Ist sich dieser Mann eigentlich bewußt, was er mit dem oben erwähnten Satz eigentlich anrichtet? Oder kommt wie so oft die lapidare Erklärung, dass dieser Satz völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde? Wie klug ist es, diese Worte in einem Bericht über Salzburg "aus dem besonderen Blickwinkel eines Imkers" kund zu tun, ohne dem laienhaften Leser im Detail die näheren Umstände zu dieser Aussage zu erklären? Wie klug ist es, das überhaupt gegenüber der Kronen Zeitung zu erwähnen? Ist das unser Hauptproblem oder sind es die Bienen? Die Kronen Zeitung ist nicht BienenAktuell, diese Zeitung wird Sonntags von hunderttausenden Österreichern und Österreicherinnen gelesen.


      Ist das Marketing für österreichischen Honig?
    • Natürlich meint er den in der letzten Zeit so vehement angeprangerten Honig aus EG und Nicht EG Ländern.

      Wie das die Konsumenten wieder aufnehmen ist eine andere Frage.

      Bienensterben, Pestizide, Honigverfälschung, Mietbienen. Imker sind leider Meister darin sich selbst schlechte Werbung zu machen. Schnell springen sie auf den Zug auf in der Hoffnung das Geschäft irgendwie zu befeuern,
      langfristig geht der Schuss meist nach hinten los -- so mein Eindruck.

      Natürlich profitiert eine kleine Gruppe erstmal kurzzeitig davon: Bienen werden (teuer) gemietet, neue Bienenretter kaufen Ableger und Schwärme, Umweltorganisationen bringen ein zwei Berichte über industrielle Landwirtschaft, der eigene Honig bekommt ein bissl Glanz während auf der Importware herumgehakt wird.

      Zwischendurch mal ein Angriff auch untereinánder: Buckfast gegen Carnica, Konventionell gegen Bio, Bio gegen Bio Austria/Demeter, Bio gegen Behandlungsfrei, nicht zu vergessen Imker gegen Landwirt. Dabei ist er selber einer ;)
      Schaut alles super aus in der Öffentlichkeit ;)

      Ich denk mir dabei immer - hat ders notwendig?
      Ich mein, mir ist der Industriehonig einfach wurscht. Dass der nicht mit Imkerhonig vergleichbar ist ist den meisten Konsumenten durchaus bewusst. Sind ja nicht alles Volltrottel auf der Welt.
      Es gibt halt auch die breite Masse denen Qualität egal ist, die kein Bio kauft, selbst wenn es das selbe kostet wie konventionell (erlebe ich regelmäßig) und die nur den billgsten Honig im Regal sucht, weil ihnen die Herkunft eh wurscht ist - süß macht beides - Hauptsache billig.
      Bitte das sind nicht MEINE Kunden und die will und werde ich auch nie erreichen. Ist doch keinen Aufwand, kein Gespräch wert.

      Von mir aus kann auf dem Glasl auch "nicht vom Mars" , oder "vom Planet Erde" draufstehen - wäre mir sogar sehr recht ;) und was drinnen ist, ist mir noch mehr egal.
      Je mieser desto besser, --> man soll ja immer auch das kriegen wofür man bezahlt. Das macht dann wenigstens einen Unterschied über den keiner hinwegsehen kann außer es ist ihm wirklich egal was er kauft!


      Was bleibt bei all den Diskussionen in den Medien langfristig beim Konsument hängen:

      Imker sind zu blöd zum imkern,
      deshalb kommt es zum Bienensterben ( alles natürlich bullshit, aber glaubt ihr die Pestizidlobby mischt nicht mit?)
      außerdem macht Kleinimkerlein sowieso was es will und wendet ständig neu erfundenen Mittel an die verboten sind oder macht gar nix "behandlungsfrei"
      Honig ist Pestizidbelastet, minderwertig, das am meisten verfälschte Produkt, sowieso wertlos
      Bio-Honig ist außerdem der größte Beschiss weil es eh nur Bio gibt und alles undurchschaubar ist, insbesondere bei Honig - alles nur Geldschneiderei.
      Auf Mietbienen will ich jetzt nicht im Detail eingehen, aber auch da machen verschiedene Erfahrungsberichte die Runde und stellen die betreffenden Imker nicht gerade ins beste Licht. Sagen wir mal so...
      Liebe Grüße

      Abnormal

      The post was edited 7 times, last by abnormal ().

    • Rumpelstilzchen wrote:

      In der heutigen Kronen Zeitung wurde in einem doppelseitigem Bericht über Salzburg folgende Aussage des Salzburger Imkerverein-Obmanns Daniel Pfeifenberger veröffentlicht:

      "Honig ist zu einem Massenprodukt geworden. Vom vielzitierten flüssigen Gold ist in vielen Fällen keine Rede mehr. Da wird gestreckt und verfälscht, und den Leuten ist es egal. Davon müssen wir wieder wegkommen."


      Wer ist "WIR"? Wer streckt Honig und verfälscht ihn? In welchem Bundesland geschieht das, in Salzburg? Oder welches Land ist gemeint?? Besonders grotesk erscheint mir in diesem Zusammenhang seine weitere Aussage in diesem Artikel:

      "... Aber es gibt in letzter Zeit so viele negative Meldungen rund um das Thema Bienen ohne richtige Erklärungen und Zusammenhänge, dass wir da nachhaken möchten ...."


      Ist sich dieser Mann eigentlich bewußt, was er mit dem oben erwähnten Satz eigentlich anrichtet? Oder kommt wie so oft die lapidare Erklärung, dass dieser Satz völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde? Wie klug ist es, diese Worte in einem Bericht über Salzburg "aus dem besonderen Blickwinkel eines Imkers" kund zu tun, ohne dem laienhaften Leser im Detail die näheren Umstände zu dieser Aussage zu erklären? Wie klug ist es, das überhaupt gegenüber der Kronen Zeitung zu erwähnen? Ist das unser Hauptproblem oder sind es die Bienen? Die Kronen Zeitung ist nicht BienenAktuell, diese Zeitung wird Sonntags von hunderttausenden Österreichern und Österreicherinnen gelesen.


      Ist das Marketing für österreichischen Honig?
      Du hast dich noch mit keinem Journalisten unterhalten, gell?

      Ich hatte vor vielen vielen Jahren (vor der Imkerei) mit einem gewissen Herrn Reinald Hübl mal das zweifelhafte "Vergnügen", zwischen Dem was du Dem erzählst und Dem was er schreibt sind oft haushohe Unterschiede.

      Einem Journalisten muss man immer mit einer gehörigen Portion Misstrauen begegnen.
      EU = Europäische Umverteilungsorganisation (Umverteilung von Unten nach Oben)
    • abnormal wrote:

      Ich mein mir ist der Industriehonig einfach wurscht. Dass der nicht mit Imkerhonig vergleichbar ist ist den meisten Konsumenten durchaus bewusst. Sind ja nicht alles Volltrottel auf der Welt.
      Da muss ich dir widersprechen.

      Ich möchte für jeden Kunden, Bekannten, usw.... 10 Euro haben der mir gesagt hat, er/sie wisse nicht wo der Supermarkthonig herkommt, aber billig ist er......

      Es ist eben ein Riesenproblem, das wir zwar organisatorisch der AMA angehören, wir Der aber offenbar völlig wurscht sind?
      Denn für so wertlose Dinge wie Zucker und ungesunden übermässigen Fleischgenuß wird massig Werbung gemacht, aber für uns?????
      EU = Europäische Umverteilungsorganisation (Umverteilung von Unten nach Oben)
    • Benutzername wrote:

      Er meint den "Supermarkthonig" aus "Massenproduktion" und Import.
      Wie ist der Satz gemeint? Pfeifenberger ist Berufsimker und produziert dementsprechend Masse und verkauft den auch in Läden. Der wird wohl kaum den auch mitgemeint haben ... die meisten Berufsimker arbeiten sauber!

      @abnormal korrekt, die Imkerschaft arbeitet hart daran sich gegenseitig zu beschädigen, mit einem Einspruch: es heißt nicht Buckfast gegen Carnica, sondern Graufangruppe unter den Carnicaanhängern gegen Buckfast und bunte Carnica. Gegen die Carnica ist eigentlich niemand.
    • Noldi wrote:

      ...korrekt, die Imkerschaft arbeitet hart daran sich gegenseitig zu beschädigen, mit einem Einspruch: es heißt nicht Buckfast gegen Carnica, sondern Graufangruppe unter den Carnicaanhängern gegen Buckfast und bunte Carnica. Gegen die Carnica ist eigentlich niemand.
      Ich muss gestehen, dass ich das jetzt auch "einfach nur so hingeschrieben habe" ohne lage zu denken. Ich halte ja zu keinem dieser "Lager" hätte es auch umgekehrt schreiben können oder bunt gegen grau-Biene etc. Muss also die Reihenfolge oder Art der Erwähnung entschuldigen...

      ___________________
      Ich finde es halt schade und unnötig. Du wirst niemals an einem unserer Honigstände, etc. ein schlechtes Wort von mir über irgendeinen anderen Bio- oder NichtBioImker hören. Erstens bin ich kein Nestbeschmutzer und zweitens kann ich nicht davon profitieren wenn ich einen anderen in den Dreck ziehe. Im Gegenteil. Wenn das Gespräch auf einen anderen kommt, lobe ich dessen positiven Eigenschaften -- denn indem er gut dasteht stehe ich noch besser da ;)
      Insbesondere wenn die Leute mit irgendwas beim anderen Anbieter unzufrieden waren finde ich eine plausible Entschuldigung für ihn. Wenn sie dann mit dem von mir gekauften Produkt auch noch zufrieden sind habe ich 100% einen neuen Stammkunden.

      Jetzt stell Dir mal vor es kommt ein Kunde und raunzt dass der Cremehonig vom XY Imker nicht gut war, lauter kleine Kristalle die kratzen, nach einer Weile im Schrank eine flüssige Phase die unansehnlich war. Wenn ich jetzt aushaue und denke mir bringts was den schlecht zu machen und verkauf dann ein Glas Cremehonig -- und der Kunde ist damit aus irgendeinem Grund genauso unzufrieden -- wie gut steh ich dann da??? Abgesehen davon dass ja auch andere Leute die am Stand sind das gehört haben, den Imker vielleicht kennen, oder einfach nur denken " was ist denn das für ein unguter Typ".

      Umgekehrt könnte ich den Kollegen quasi "entschuldigen" und erzählen dass Cremehonigbereitung eine hohe Kunst ist wo viel schief gehen kann, dem Kunden ein Glas meines Honigs anbieten und sagen, dass er ihn nächste Woche zurückbringen kann wenn er nicht fein genug war. Dann weise ich noch darauf hin dass er eher kühl gelagert und nicht in einem warmen Küchenschrank stehen soll und hoffe dass der Kunde mit meinem Produkt dann zufrieden sein wird.
      Zurückbekommen habe ich jedenfalls noch keines der Cremehoniggläser. Dafür ist Cremehonig bei uns das Produkt mit dem wir die meisten (neuen) Stammkunden gewinnen...

      Wir Imker sollten uns ein bissl zusammenreißen und auch zusammenhalten. Dann gehts uns allen besser!
      Liebe Grüße

      Abnormal

      The post was edited 4 times, last by abnormal ().

    • guenther wrote:

      abnormal wrote:

      Ich mein mir ist der Industriehonig einfach wurscht. Dass der nicht mit Imkerhonig vergleichbar ist ist den meisten Konsumenten durchaus bewusst. Sind ja nicht alles Volltrottel auf der Welt.
      Da muss ich dir widersprechen.
      Ich möchte für jeden Kunden, Bekannten, usw.... 10 Euro haben der mir gesagt hat, er/sie wisse nicht wo der Supermarkthonig herkommt, aber billig ist er......

      Es ist eben ein Riesenproblem, das wir zwar organisatorisch der AMA angehören, wir Der aber offenbar völlig wurscht sind?
      Denn für so wertlose Dinge wie Zucker und ungesunden übermässigen Fleischgenuß wird massig Werbung gemacht, aber für uns?????
      ich weiß, bzw. wusste, dass Du das ganz anders siehst, bzw. auch ganz andere Erfahrungen mit der Konkurrenz "a la Honigmayr" gemacht hast. Das tut mir Leid!
      Ich bin in der Woche etwa 2-4 Tage mit Produktvermarktung beschäftigt und treffe natürlich auch immer wieder auf Leute die mit mir über Supermarkthonig (oder auch "das Bienensterben") reden wollen. Geht gar nicht anders.
      Vielleicht schreibe ich auch irgendwann noch ein paar Zeilen dazu (meine Gedanken und Antwort-/Reaktionsmöglichkeiten).
      ____________
      Wir haben im Vergleich (Zucker, Fleisch, Pharma, Chemie, Pestizide) bestimmt eine ganz miese Lobby und eine kleine, schwache Stimme. Ein wenig macht mir der Stefan Mut (ich weiß dass den viele andere Imker nicht mögen, aber darum geht's mir nicht). Er hat einen sehr schönen Weg gefunden Menschen zu erreichen/begeistern, positiv zu berichten und versöhnlich zu vermitteln. trotzdem wirkt er seriös und kein bisschen "wischi-waschi". Er sagts auch wenn was gar nicht passt. Sollte sich bei den Imkervertretungen jetzt wirklich etwas tun hoffe ich, dass eine ähnliche Persönlichkeit nachrückt und eine positive Wirkung entfaltet. Warten wir ab.
      Liebe Grüße

      Abnormal

      The post was edited 3 times, last by abnormal ().

    • Danke Manfred für den kompletten Bericht. Und jetzt wo ich den ganzen Artikel gelesen habe kann ich nur sagen - sehr gut. Der Gesamteindruck ist völlig positiv. :goodpost
      Ich weiß aus vielen Interviews die ich der Presse schon gegeben habe wie sehr der gedruckte Text dann oft "entstellt" in Druck gegangen ist. Alle Versprechen der Journalisten mir das vorher probelesen zu lassen waren Gegenstandslos. Aber in diesem Fall ist eigentlich nichts wirklich Schlimmes passiert.

      Der kleine Absatz auf den sich die Kritik bezieht steht in gutem Kontrast zur liebevollen Imkerarbeit und regionaler Verbundenheit wie sie Daniel Pfeifenberger beschreibt. Die Ambition mit seinem Bienen - Bildungsheim kommt sehr gut rüber und wurde auch seitens der Redaktion mit viel Werbesympathie dargestellt.

      Wer das Haar in der Suppe sucht wird es wohl auch immer finden, aber in diesem Bericht muss man wirklich sehr lange danach suchen. Natürlich hätte die Abgrenzung, heimischen Honigs zu Importware deutlicher ausfallen können und ich kann mir gut vorstellen dass Daniel Pfeifenberger das auch gesagt hat, aber das Gesamtbild wird dadurch nicht beeinträchtigt.

      Noch einmal :goodpost
      LG Heinz clap
      je einfacher desto besser

      www.bienenwerkstatt.at
    • Bienenwerkstatt wrote:

      Natürlich hätte die Abgrenzung, heimischen Honigs zu Importware deutlicher ausfallen können und ich kann mir gut vorstellen dass Daniel Pfeifenberger das auch gesagt hat, aber das Gesamtbild wird dadurch nicht beeinträchtigt.

      Die Abgrenzung hätte deutlicher ausfallen können? Es gibt überhaupt keine Abgrenzung. Ich habe zumindest keine gefunden.

      Der Bericht geht ansonsten nicht näher darauf ein, wer genau eigentlich Honig "streckt und verfälscht". Ob das nun vorher gesagt wurde oder nicht, ist egal. Das Resultat zählt. Und das ist kein "Haar in der Suppe", das ist eine extrem negative Bewertung und Herabwürdigung des Produktes Honig:

      "Honig ist zu einem Massenprodukt geworden. Vom vielzitierten flüssigen Gold ist in vielen Fällen keine Rede mehr. Da wird gestreckt und verfälscht, und den Leuten ist es egal."

      Lediglich das persönliche Tun von Herrn Pfeifenberger wird im Artikel perfekt inszeniert. Übrig bleibt leider der Leser und Konsument, der sich in so manchem seiner Vorurteile bestätigt fühlt. Und dem ist es sicher nicht "egal".

      Denkt man nicht nur an sich, sondern auch an die möglichen Folgen solch negativer Aussagen, könnte man es auch anders formulieren:

      "Honig ist durch Billigimporte von teilweise minderer Qualität oft schon zu einem Massenprodukt geworden. Das beständige Bemühen österreichischer Imker um qualitativ hochwertigen Honig ist der Garant dafür, dass der Konsument beste österreichische Qualität, also weiterhin "flüssiges Gold" bekommt.

      Das hätte nicht nur Herrn Pfeifenberber in seiner ansonsten perfekten Selbstinszenierung geholfen, sondern auch anderen österreichischen Imkern.
    • Benutzername wrote:

      Wie soll man denn zu einem Honig, der was kein Imkerhonig ist, sagen?
      Was ist ein "Imkerhonig" und was nicht?
      Ganz verstehe ich Deine Frage leider nicht. Zu diesem Thema: Darbo hat ja, soweit ich mich erinnere - sehr geschickt - einen "Echten Imkerhonig" auf den Markt gebracht, der hinten noch zusätzlich den Stempel des jeweiligen Imkers trägt, von dem der Honig stammt. Grotesk eigentlich, ist doch jeder Honig ein echter Imkerhonig. Dieses Darbo-Produkt suggeriert jedoch dem gemeinen Konsumenten einen Unterschied zwischen den im Handel angebotenen Honigen und seinem "Echten Imkerhonig". Die einen sind Honige, und der von Darbo ist ein "echter Imkerhonig". Das ist gutes Marketing.

      Und was machen wir Imker? Wir hauen uns zum Teil das Hackl ins Kreuz und verstehen es großteils nicht, unser Produkt gut zu vermarkten. Und wir machen das eigene Produkt schlecht, wie man hier lesen kann.
    • Rumpelstilzchen wrote:

      "Honig ist durch Billigimporte von teilweise minderer Qualität oft schon zu einem Massenprodukt geworden. Das beständige Bemühen österreichischer Imker um qualitativ hochwertigen Honig ist der Garant dafür, dass der Konsument beste österreichische Qualität, also weiterhin "flüssiges Gold" bekommt.

      Das hätte nicht nur Herrn Pfeifenberber in seiner ansonsten perfekten Selbstinszenierung geholfen, sondern auch anderen österreichischen Imkern.
      Einverstanden, da bin ich voll bei dir. clap
      Was ich aber auch ganz deutlich heraussteichen möchte ist: "Das hat nicht Daniel Pfeifenberger geschrieben, sondern ein Journalist." :!:

      Ich kenne das nur allzugut. Was unter meinem Namen bereits geschrieben wurde, ich aber nie gesagt hatte, hat mir schon mehrmals "die Schuhe ausgezogen" - wie man im Volksmund sagt. Ich versuche jedem Interview zu entkommen. Meistens gelingt es, manchmal nicht.

      Vielleicht auch deshalb finde ich es unfair, unhinterfragt den Text Daniel Pfeifenberger in die Schuhe zu schieben. Eine kleine, etwas unglücklich formulierte Passage von einigen Zeilen in einem doppelseitigen Bericht der recht positiv klingt für die gesamte Imkerei - so seh ich das halt.

      Natürlich ist dein vorgeschlagener Text korrekt und viel, viel besser. Aber Korrekturlesen wurde mir noch jedes Mal versprochen - und nie (kein einziges Mal :!: ) auch eingehalten. Unter solchen Umständen ist es jedes Mal eine Harakiri Situation wenn man sich dafür überhaupt hergibt.

      Und ja, ich stimme der Meinung mehrerer User hier zu - negative Äusserungen gegenüber Kollegen seien kontraproduktiv.

      Aber - machen wir mit Daniel Pfeifenberger nicht gerade dasselbe :?:

      LG Heinz :peace
      je einfacher desto besser

      www.bienenwerkstatt.at
    • Bienenwerkstatt wrote:

      Rumpelstilzchen wrote:

      "Honig ist durch Billigimporte von teilweise minderer Qualität oft schon zu einem Massenprodukt geworden. Das beständige Bemühen österreichischer Imker um qualitativ hochwertigen Honig ist der Garant dafür, dass der Konsument beste österreichische Qualität, also weiterhin "flüssiges Gold" bekommt.

      Das hätte nicht nur Herrn Pfeifenberber in seiner ansonsten perfekten Selbstinszenierung geholfen, sondern auch anderen österreichischen Imkern.
      Einverstanden, da bin ich voll bei dir. clap Was ich aber auch ganz deutlich heraussteichen möchte ist: "Das hat nicht Daniel Pfeifenberger geschrieben, sondern ein Journalist." :!:
      ..... Vielleicht auch deshalb finde ich es unfair, unhinterfragt den Text Daniel Pfeifenberger in die Schuhe zu schieben. Eine kleine, etwas unglücklich formulierte Passage von einigen Zeilen in einem doppelseitigen Bericht der recht positiv klingt für die gesamte Imkerei - so seh ich das halt.

      Natürlich ist dein vorgeschlagener Text korrekt und viel, viel besser. Aber Korrekturlesen wurde mir noch jedes Mal versprochen - und nie (kein einziges Mal :!: ) auch eingehalten. Unter solchen Umständen ist es jedes Mal eine Harakiri Situation wenn man sich dafür überhaupt hergibt.

      Und ja, ich stimme der Meinung mehrerer User hier zu - negative Äusserungen gegenüber Kollegen seien kontraproduktiv.

      Aber - machen wir mit Daniel Pfeifenberger nicht gerade dasselbe :?:

      LG Heinz :peace

      Grundsätzlich lassen Journalisten bei Gesprächen ein Band mitlaufen, denn das Gesagte kann sich niemand merken. Dass diese von mir kritisierten Sätze von Herrn Pfeifenberger gesagt wurden, bezweifle ich daher nicht. Sowas zuzzelt sich in dieser Formulierung ein Journalist nicht aus den Fingern. Ob noch mehr in diesem Zusammenhang gesagt und vom Journalisten weg gelassen wurde, weiß ich nicht, wissen wir alle nicht. Meine Kritik bezieht sich nicht auf die Person Pfeifenberger, die ich nicht kenne, sondern auf das von ihm Gesagte bzw. von der Zeitung Gedruckte.

      Das Gedruckte schadet der Imkerschaft massiv, weil es nicht differenziert. Ich bin eigentlich ganz verwundert, dass Du das, lieber Heinz, derart verharmlost und meinst, das ganze klinge eh sehr positiv für die gesamte Imkerei. OK, und wie klingt das für unser Produkt Honig? Wer also streckt und verfälscht??

      Negative Äußerungen zu Aussagen von Kollegen halte ich übrigens nicht für kontraproduktiv, konstruktive Kritik muss erlaubt sein, insbesondere, wenn unser Produkt Honig derartig negativ in der Presse erwähnt wird. Man kann etwas immer sehr negativ formulieren, oder auch positiv verpacken. Diese Botschaft positiv zu verpacken und damit österreichischem Honig gleichzeitig einen Vorteil zu verschaffen, ist hier nicht gelungen. Hier ist lediglich gelungen, Herrn Pfeifenberber, der ja vom Bild her recht sympathisch rüberkommt, ziemlich gut zu inszenieren.

      Ich kann hier, lieber Heinz, meine Meinung recht offen und unverblümt schreiben, weil ich Herrn Pfeifenberger nicht persönlich kenne und daher nicht befangen bin ;)


      Abschließend:

      Herr Pfeifenberger wollte sicher mit dieser Aussage niemandem seiner Kollegen bewusst schaden. Es ist in einem Interview sicher nicht einfach, alles richtig zu sagen, rasch auf eine Frage zu reagieren und gleichzeitig unentwegt darauf zu achten, keine Fehler zu machen. Dazu muss man erst Fehler wie diesen hier machen, um daraus zu lernen. Lediglich Politiker beherrschen das geradezu perfekt. Sie reden viel und sagen nichts.