Ich bin das Grün (eine wahre Erzählung)

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    • Ich bin das Grün (eine wahre Erzählung)

      PROLOG

      Ich erzähle das als Weihnachtsgeschichte, am Vorabend des 24.Dez. - obwohl sich die Begebenheit im Sommer abgespielt hat. Sie wird für Viele mehr als unglaubwürdig erscheinen, obwohl sie sich so zugetragen hat wie ich sie beschreibe. Aber vielleicht kann sie für Einige, Anlass sein das Leben in seiner Gesamtheit einmal aus einem etwas anderen Fokus zu betrachten. Welche Zeit des Jahres könnte dafür wohl besser geeignet sein? Ich habe die Geschichte nur auf ihre wesentlichen Inhalte gekürzt, denn würde ich sie in in allen Einzelheiten berichten, es würde wohl ein kleines Buch füllen.
      Und hier ist sie.

      . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zweig mit Kerze_skl.JPG . . . . . . . . . . . . . . . . .


      Der Abend bleibt mir wohl immer in Erinnerung. Es war eine jener Zusammenkünfte die wir sehr oft veranstalteten um gechannelte Nachrichten aus einem Bereich zu empfangen der unserem Normalbewusstsein für gewöhnlich verschlossen bleibt.


      Wie gewöhnlich hatte sich zuerst unser Freund und Mentor aus der geistigen Ebene zu Wort gemeldet der diese Zusammenkünfte leitete und auch dafür sorgte dass sich keine ungebetenen "Gäste" einnisten konnten. Das Medium dieses Abends war frisch und ausgeruht und so konnten die Fragen gestellt werden. Ich hatte bereits Erfahrung mit diesen Kommunikationen und es war meine Aufgabe auch Fragen Anderer zu präzisieren. Je nachdem wer "von drüben gerade in der Leitung" war, veränderte bzw. modulierte er auch die Stimme und den Tonfall des Mediums innerhalb eines bestimmten Spektrums.


      Wir hatten gerade einen kraftvollen Dialog hinter uns und es war eine Pause eingetreten. Wir tranken etwas und rauchten auch zwischendurch mal. Wir überlegten ob wir die Sitzung für diesmal beenden wollten, hatten uns aber noch nicht verabschiedet. So setzten wir uns wieder, um einer höflichen und ebenso herzlichen Verabschiedung zu obliegen wie es immer der Fall war.


      "Da möchte noch jemand mit dir reden", kam aber die Stimme unseres geistigen Mentors durch. Das Medium war wieder in einer guten Teiltrance und deutete dabei mit der Hand auf mich. "Wer denn?" fragte ich etwas überrascht, bekam aber keine unmittelbare Antwort.


      Der Atem des Mediums begann schwerer zu werden, ein deutliches Zeichen dafür, dass ihr der neue Kontakt einiges abverlangte. Dann nach einer Zeit der Stille begann sie mit zaghafter, feiner Stimme zögerlich zu sprechen:


      Ich bin hier!


      Die feine, zögerliche Stimme ließ mich zuerst einmal an ein Kind denken welches sich etwas scheu zu Wort gemeldet hatte. Aber mir fiel niemand ein den ich damit in Zusammenhang bringen konnte, zumal die Botschaft ja dezidiert an mich gerichtet war. Bevor ich weiter überlegen konnte, erklang die Frage:


      Wo bin ich ?


      Mehr aus Verlegenheit das schlüssig in einen Satz formulieren zu können, stellte ich die Standardfrage die ich schon hunderte Male gestellt hatte:


      "Warst du schon einmal körperlich hier auf der Erde?"


      Nein !


      Ich hatte mich etwas gefangen und überlegte wie ich da zu einer veritablen Antwort kommen konnte - und so fragte ich geradeheraus.


      "Kannst du mir sagen wer du bist - und was du von mir möchtest?"


      Nun kam die Antwort flüssiger und mit etwas mehr Sicherheit in der Stimme.


      ICH BIN DAS GRÜN - du hast mich erschaffen !


      Jetzt bekam ich einen trockenen Mund. Mir blieb einen Moment tatsächlich - die Spucke weg. Um Zeit zu gewinnen und auch sicher zu sein mich nicht verhört zu haben fragte ich nach: "ICH habe dich erschaffen ???"


      JAA - du bist mein Schöpfer !


      Das Stimmchen schien an Energie zuzunehmen und klang bei dieser Äusserung beinahe ein wenig fröhlich. Ganz so als wäre es erfreut mir zu begegnen und um daraus Kraft schöpfen zu können.


      Der Gedanke "Kraft schöpfen" rief mir ein Ereignis zurück welches sich gut ein Jahr zuvor zugetragen hatte.


      Da war ich gerade mit meinem Kleinbus in Korsika unterwegs gewesen. Wie meistens suchte ich nach einem entlegenen Platz zum campieren und war schon dabei alle Hoffnung aufzugeben. Unmittelbar vor meiner Ankunft auf der Insel hatten an vielen Stellen starke Waldbrände gewütet und viele Urlauber hatten ihren Urlaub verfrüht abgebrochen.


      Im Süden der Insel war auf der Karte noch ein Campingplatz verzeichnet, der meine letzte Hoffnung zu sein schien. Obwohl ich mir nicht sehr große Chancen ausrechnete da noch einen geeigneten Ort zu finden, da die meisten Feuer im Süden waren, fuhr ich weiter und fand dann doch noch was ich gesucht hatte.


      Der Campingplatz war völlig leer. Ich konnte es Anfangs garnicht glauben, aber der Grund war einfach. Es stand noch ein kleiner Wald von Pinien völlig unberührt auf dem Gelände. Aber nach ein paar Minuten Fahrt durch den Wald endete das Paradies und frisch verkohlte Bäume stachen aus fußhoher Asche in die Höhe soweit das Auge reichte. Hügelauf und Hügelab, bis hinunter ans Meer.


      Aber - kein Mensch weit und breit!


      Am Rande des verkohlten Waldes, aber noch im grünen Bereich natürlich, bezog ich meinen Platz. Das Meer leuchtete in allen Farben von türkis bis dunklem Blau zu mir herauf auf den Hang. Die Kiefern verbreiteten ihren harzigen Duft der sich je nach Windrichtung mit dem frischen Brandgeruch zu einer wilden Mischung vereinigte.


      Viele meiner Urlaube waren einem bestimmten (geistig/spirituellen) Thema gewidmet und Dieser machte da keine Ausnahme. Um mein Urlaubsthema geht es aber garnicht, eher um die "Randerscheinungen". Es ist aber zu bemerken dass für mich spirituelle Übungen praktisch immer mit Natur zu tun haben. Aber diesmal war es - total verbrannte Natur !!!


      Bösartig und radikal verbrannt. Fußhohe Asche, weich und wie ein Leichentuch wirkend breitete sie sich vor mir aus und wohin ich mich auch wenden mochte - überall dasselbe Bild - und dasselbe todesähnliche Gefühl. Immer wieder flüchtete ich zurück in meine grüne Oase wo die Bäume dufteten und herumstanden als ginge sie das alles garnichts an.


      Aber etwas zog mich immer wieder zurück in die Zone des Todes. Traurig bohrte ich mit meinem Taschenmesserchen die verkohlten Rinden an um einen Hauch von lebendigem Saftstrom zu entdecken. Vergebens. Pulsierendes Leben und Tod unmittelbar nebeneinander ließ meine Gefühle hochkochen - und - Details möchte ich hier nicht weiter beschreiben - aber es war gut - dass ich hier mutterseelen allein war.


      Es waren wilde Tage an jenem Ort. Das verzaubert schöne, flache Meer, dessen bunter Grund bis zu mir herauf leuchtete schien von Schönheit zu erzählen. Die wunderbaren Pinien von ungerührter Kraft. Und auch mein "eigentliches Urlaubsthema" entfaltete sich mit einer Wendung die ich nicht zu ahnen vermocht hatte und bis heute anhält, auch wenn es viele Veränderungen und Erweiterungen in den Jahren erfahren hat.


      Am Vortag meiner Abreise stand ich wieder tief in der Welt der Asche und blickte mich um. Der Anblick überraschte mich nicht mehr, aber er ließ mich nicht los. "Ich muss Abschied nehmen," erklärte ich dem verbrannten Wald.


      Ich weiß wie sich das anhört. :) Und ich wusste es damals IN der Situation genauso. Der konventionelle "Klugscheisserwinkel" in meinem Bewusstsein sorgte schon dafür dass mir klar war wie abgrundtief blödsinnig das war was ich hier veranstaltete.


      Aber über all dem lag plötzlich eine große innere Kraft die mich in voller Überzeugung und im Bewusstsein von Autorität dem Wald das Versprechen geben ließ - "DU WIRST WIEDER GRÜN !

      DU - WIRST - WIEDER - GRÜN !"

      "DU WIRST HERRLICH DUFTEN UND GROSSE FREUDE AUSSTRAHLEN !"


      Ich fand noch mehr Worte und hatte das Gefühl - ich wurde verstanden.


      Von da ab empfand ich kein Gefühl des Todes mehr in dieser Zone.


      Die Abreise verlief harmonisch und ebenso die Heimreise. Der kleine "Klugscheisserwinkel" plapperte immer wieder mal dazwischen wenn ich an die Erlebnisse dachte, aber wahrscheinlich wollte der auch nur ab und zu gestreichelt werden wie ein junger Hund.


      Für mich aber - hatte sich die Welt verändert.


      Und sie veränderte sich nochmals als über ein Jahr später, in einem besonderen Moment, eine dünne Stimme sagte:


      ICH BIN DAS GRÜN - DU HAST MICH ERSCHAFFEN !


      LG Heinz Kerzerl mit BF_skl.jpg
      je einfacher desto besser

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