Königinnenverluste im Winter

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    • Königinnenverluste im Winter

      Zusatz Quizzfrage - zur Vorhergehenden (ob ein weiselloses Volk durch den Winter kommt) - dort ist die Frage nach dem WARUM aufgetaucht und ich habe das hierher gesplittet.

      Rudi (freeman) hat gemeint:


      ZITAT:
      Rechzeitig umweiseln dann braucht man keine Kristallkugel um die Frage zu beantworten.
      Heuer sind alle Königinnen rot, an jedem Stand ist die Beste gelbe vom Vorjahr noch im Rennen und die F0 ist blau.
      ZITAT ENDE:

      Na meine ich nun - z.B. die Blaue könnte schon im Frühjahr weg sein.

      Tatsache ist - es passiert immer wieder. Und Legehemmungen kommen auch vor.

      Es gäbe noch mehr Gründe. Bin gespannt.

      LG Heinz :bier
      je einfacher desto besser

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    • bei mir ist es anders und ich kenne keine Winterverluste, bisher hatte ich die Königinnenverluste immer im Spätsommer (auf einem Außenstand verschwanden sogar alle gezeichneten, ist bereits das zweite Jahr so, habe sie jetzt durch ungezeichnete ersetzt :) ) und nie im Winter, so wie heuer leider meine Grüne und auch die Blaue am Heimstand. Aber sehr gute Gelbe sind in Beobachtung, wobei aber bereits einige wegen zu viel Milbenbelastung diese Woche aus selektiert wurden. Habe aber bereits einige Rote, welche hinsichtlich Milbenabfall einfach top sind, also keine Sorge hinsichtlich neuer F0 für die Zukunft. Möglicherweise ist meine Varroabehandlung auch schuld, dass die "Alten" ausfallen. Werde mir für die Zuchtmütter eine neue Methode mit weniger Belastung überlegen.
      GLG

      Peter

      ps.: Mir ist nur Sanftmut, Vitalität und Fleiß bei der Biene wichtig, und sonst nichts!!! äh: vielleicht noch Schwarmträgheit :)
    • Umgekehrt würde mich interessieren ob manchmal auch mehr als eine Königin ausgewintert wird. Habe davon gelesen, dass versuchsweise mehrere vom herbstlichen umweislen übrige Mütter in ein Wintervolk gegeben wurden und mehrere im Frühling übrig waren. Bei mir ist das bisher nie der Fall gewesen. Ich setzte zu vereinigende Völker etwa Ende Oktoberübereinander. Fast immer überlebt nur die obere. L.G. Rudi
    • freeman wrote:

      Umgekehrt würde mich interessieren ob manchmal auch mehr als eine Königin ausgewintert wird. Habe davon gelesen, dass versuchsweise mehrere vom herbstlichen umweislen übrige Mütter in ein Wintervolk gegeben wurden und mehrere im Frühling übrig waren. Bei mir ist das bisher nie der Fall gewesen. Ich setzte zu vereinigende Völker etwa Ende Oktoberübereinander. Fast immer überlebt nur die obere. L.G. Rudi
      Das wird schon versucht und hat angeblich Erfolg. Da werden die beiden Königinnen aber gesperrt in schmale Rähmchen mit Absperrgitter. Die Königinnen müssen aber gleich alt sein und die Käfigrähmchen so positioniert dass sie in der Schwarmtraube bleiben können.
      Der Versuch gilt möglichen überzähligen Königinnen im Spätsommer.
      LG Heinz :bier
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    • Benutzername wrote:

      Zurück zum Thema Königinnenverluste im Winter. Was haltet Ihr von dieser Erklärung:

      Veterinärmedizinische Parasitologie
      Das ist sicher ein weiterer guter Gesichtspunkt neben - Alter der Königin, oder auch äussere Störung.
      Die "Quizzfrage " ist eigentlich aufgetaucht durch die Frage eines Imkers welcher zum ersten Mal Bienen überwintert. Bei 3 Völkern sind Antworten wie - auflösen, vereinigen usw. wenig hilfreich - also was sagt man dem?
      Er hatte seine Völker mit Milchsäure winterbehandelt, also komplett auseinandergenommen und bei einem Volk die Königin nicht gefunden. Abgesehen dass ich ihn beruhigt hatte - er hätte sie einfach nicht gesehen - fragte er aber ob das Volk eine Überlebenschance hat.
      LG Heinz :bier
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    • Die Überlebenschancen seiner Völker wären besser gewesen wenn er sie nicht zerlegt und eingesprüht hätte. Die Restentmilbung rettet ohnehin keine Völker, sie ist eine Investition ins nächste Bienenjahr. Bei der Restentmilbung ist sprühen am schlechtesten, dann kommt Träufeln, das wegen seiner Einfachheit für den Imker besten ist und zuletzt Oxalsäureverdampfung, die für die Bienen am Besten vertragen wird, wenn sie nicht mehr ausfliegen können.
      In einem zerlegten eng sitzenden Wintervolk vielleicht noch hinter Schleier eine Königin nicht zusehen heißt noch lange nicht, dass das Volk weisellos ist, wie du schreibst. Farbmarkierungen werden schwächer, Plättchen gehen runter oder sie steckt kurz mal kopfüber in einer Zelle oder unter den Arbeiterinnen. Wenn er zwei von drei Völkern auswintert hat er alles was er braucht für die nächste Saison. In Oö gibt es Schätzungen, dass heuer bis zu einem Drittel Winterverluste geben wird. Liebe Grüße, Rudi
    • jetzt die Völker zerreißen ist meiner Meinung nach eine Todsünde.
      Außerdem ist Milchsäure nicht zugelassen und wenn schon, dann nur über 15°C verwendbar. Würde mich nicht wundern, wenn er im Frühjahr mit null da steht.

      freeman wrote:

      Oxalsäureverdampfung, die für die Bienen am Besten vertragen wird
      darüber gibt es aber nur eine Studie welche ich kenne, die von der Fischermühle und die ist statistisch nicht sauber.
      Fakt bei mir ist jedoch, dass ich noch nie ein Volk verloren habe, welches kurz vor Weihnachten (absolute Brutfreiheit) beträufelt wurde. Außentemperatur zwischen 5°C und 10°C, sowie angewärmte Flüssigkeit, und die 5ml pro Gasse nicht viel überschritten. Rasches Arbeiten natürlich Voraussetzung.
      Andererseits habe ich auch noch kein Volk durch verdampfen verloren. Somit könnte der Schluss gezogen werden, beides gleich gut, nur ich habe halt noch nie bedampft. :)
      GLG

      Peter

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    • einstein wrote:

      Wenn ich einen Ableger habe, welcher alleine zu schwach ist, dann kommt ein zweiter in die Kiste, nur durch einen Schied getrennt.
      Das könnte auch eine ausgebaute unbebrütete Wabe sein, denn es macht weniger, wenn die Bienen zusammenkommen.
      Die beiden Königinnen überleben zu 98%.
      Gruß Einstein
      Das hab ich in den ersten Jahren auch versucht, mit bienendichtem Schied und zwei Halbzargen aufgesetzt (also zwei 5 über 5 Waben Teilvölker). Das hat grundsätzlich funktioniert, die beiden Völker bilden dann an der Trennwand eine gemeinsame Wintertraube. Wenn allerdings das Schied undicht war saßen sie im Frühjahr alle auf einer Seite und die 2. Königin war weg. Liebe Grüße, Rudi
    • Peter51 wrote:

      Aber sehr gute Gelbe sind in Beobachtung, wobei aber bereits einige wegen zu viel Milbenbelastung diese Woche aus selektiert wurden.
      Hallo Peter, der reine Milbenabfall wäre für mich da noch nicht ein KO-Kriterium. Die Milbenbelastung könnte ja auf verschiedene Faktoren (zB Reinfektion) zurückzuführen sein. Und viele Milben am Boden könnte auch bedeuten, dass sie eben gerade mehr tun als andere Völker (Grooming, Brut öffnen).

      freeman wrote:

      Umgekehrt würde mich interessieren ob manchmal auch mehr als eine Königin ausgewintert wird.
      Klares JA. Wie schon hier irgendwo geschildert ist uns bei der Auswinterung an einem Bienenstand (5 Völker) voriges Frühjahr eine Kö "übrig" geblieben (hat sich auf die Hose unseres Lehrlings gesetzt und war daher auch nicht klar, woher die eigentlich kam bzw aus welchem Volk). Sie hat dann bei widrigen Bedingungen nochmals alle durchgesehen (ist bei dem Stand völlig wurscht, weil sie sich da immer ohne Zutun super entwickeln, egal was man (auch falsch) macht) und alle 5 Kö in den Völkern gefunden (beim KÖ-Finden ist sie besser als jeder, den ich kenne).
      Nachdem wir jetzt eine gezeichnete Kö in der Hand hatten und bei Auswinterung an einem anderen Stand sowieso ein weiselloses Volk hatten, haben wir sie dort eingesetzt und sie hat noch eine Saison drangehängt. Wurde dann im Herbst meines Wissens nach still umgeweiselt.
      Lg
      Matthias


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    • mkopetzky wrote:

      der reine Milbenabfall wäre für mich da noch nicht ein KO-Kriterium.
      Hallo Matthias, wenn die Queen im Sommer in ein bis dahin sehr belastetes Volk (nach einer Liebigbehandlung) kommt, keine weitere Behandlung mehr erhält und bei der Weihnachtsbehandlung keine 20 Milben in 4 Wochen abfallen, ist dies sicher der Queen zuzuschreiben. Plane mit deren Nachkommen SDI zu machen.
      Wenn von 2 Zuchtmüttern (Töchter auf gleicher Belegstelle) eine Töchter mit jeweils viel Milbenabfall und die andere Töchter mit wenig hat, ist dies ebenfalls ein klarer Fall. Wenn von einer Belegstelle die Töchter starke Belastung haben wogegen die standbegatteten Schwestern sehr wenig ist dies für mich auch klar(es ist nicht die Queen), vor allem wenn diese auf einen Stand stehen. Wenn eine der Queens, deren Schwestern auf einen Standort stehen und dort sehr gering belastet sind, auf einem anderen Standort ebenfalls statistisch signifikant weniger hat, ist dies für mich ebenfalls klar. Natürlich ist nicht der Milbenabfall allein entscheidend, ich spreche von ansonst fast gleichwertigen Königinnen. Aus den 2018 Queens habe ich 4 Schwestern zwischen welchen ich mich für eine entscheiden muss und 4 nicht verwandte Queens von welchen ich ebenfalls nachziehen und beobachten werde. Daraus entstehen sicher wieder einige F0.
      Ich habe eine Chi-Square-Analyse mit Gruppen gemacht und klare p-Werte erhalten :) (wäre eigentlich nicht nötig gewesen, denn nach so vielen Jahren war ich mir auch ohne Statistik sicher)
      Kannst sicher sein, dass ich da nicht blauäugig handle (zumindest glaube ich das).
      ps.: ich beurteile nicht die Queens sondern deren Mütter, um die jungen Queens wirklich zu beurteilen ob F0 tauglich, brauche ich dann auch deren Töchter
      GLG

      Peter

      ps.: Mir ist nur Sanftmut, Vitalität und Fleiß bei der Biene wichtig, und sonst nichts!!! äh: vielleicht noch Schwarmträgheit :)

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