Gedanken erschaffen Realität

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    • Bitte nicht glauben dass ich ein abgedrehter Esoteriker bin - keineswegs.
      Wie es genau funktioniert weiß ich selber nicht, in meinem Leben hat es sich aber vielfach bewahrheitet dass eine positive Denkrichtung "Wunder" bewirkt und man sich meist selbst "zur Sau gemacht hat" bevor alles "in die Hosn ging".

      Natürlich hat es auch keinen Sinn sich ständig vorzumachen dass alles super läuft wenn man in Wirklichkeit bankrott ist. So ist das nicht gemeint.
      Wir brauchen etwas mehr Gelassenheit. Irgendwo in der Bibel steht was von den Vögeln auf den Feldern die nicht säen und nicht ernten und der himmlische Vater würde sie versorgen. Sie sorgen sich nicht. Wahrscheinlich hegen sie auch "positive Gedanken" und/oder erfreuen sich des Lebens.

      Nein ich bin auch kein religiöser Spinner. Aber es ist was drann. Gelassenheit, positives Denken - man fühlt sich gleich viel besser und erreicht seine Mitmenschen. Menschen sind doch Herdentiere und einigermaßen mitfühlend (auch wenn amnd as heute nicht unbedingt immer wahrnimmt - wenn einer grinst, grinsen die meisten zurück -- probiert es in der Ubahn aus. Wenn Euch einer ein blaues Aug haut weil ihr den falschen erwischt habt beschwert Euch nicht bei mir ;) -passiert aber nicht). Es läuft aber individuell für einen selber besser wenn man versucht das umzusetzen. Es gab auch mal einen Versuch mit Smilies. Selbst wenn man jeden Tag diese grinsenden Strichmännlein ansieht fühlt man sich gleich besser...
      Liebe Grüße

      Abnormal
    • Ursprünglich ging es bei meinem Post ja wieder um mein Lieblingsthema, den Honigpreis ;)

      Gerade da merkt man die "Kraft der Gedanken" enorm. Meine Imkerei im Burgenland liegt in einem klassischen Tiefpreisgebiet. Die meisten Imker verlangen zwischen 8eur und 10eur (dann meist biozertifiziert) pro kg. Beim Lagerhaus an der Kasse steht das kg für 7eur angeboten.

      Als wir hier zu imkern begannen haben wir natürlich auch überlegt was wir denn in der Region "zu erwarten" hätten, ob kostendeckendes imkern überhaupt möglich wäre, usw. .
      Falscher Gedankengang und so kam es schnell zu unserem Ergebnis: Vermarktung in Wien, hier zahlt sich das ned aus irgendwas anzugehen.
      Erste Anfragen am Gartenzaun verliefen dann auch entsprechend: "wenns a paar Euro billiger seids wie der andere Imker wird das ganze Dorf bei Euch kaufen" - HAHA --> noch mehr draufzahlen. Wir haben diese Informationen lächelnd entgegengenommen - und nix getan.
      2 Jahre vergingen in denen immer wieder Anfragen kamen warum wir denn nix verkaufen, wir sagten stets - "sorry, wir vermarkten alles in Wien, bei dem Preisniveau hier zahlt sich das ned aus"...

      Irgendwann, nach ungefähr 2 Jahren antwortete einmal einer: "woher weißt Du eigentlich wie viel ich bereit wäre zu zahlen?". Ich war total verwundert und nach ein paar Minuten hatte ich eine Bestellung für 16 eur/kg. Peinlicherweise konnte ich den Honig erst nach einer Woche übergeben weil ich kein einziges abgefülltes Glas im Burgenland hatte sondern alles in Wien war.

      Wir stellten bald eine kleine Reserve im Burgenland ab, weil immer wieder Leute Honig bei uns mitnahmen, wenn wir nicht sagten "sorry, zahlt sich ned aus hier". (Der neue Spruch lautete ungefähr: "Klar verkaufen wir auch Honig, aber damit das für uns was bringt kostet das 0,5kg-Glas 8eur. Wenn das zu viel ist könnt ihr zum XXX gehen, der verlangt nur die Hälfte. Ich hätte 8 verschiedene Sorten Honig und 3 Sorten Met da.")

      Etwa ein Jahr später kam einer der aktiven (politisch engagierten) Ortsbewohner zu uns und erzählte uns dass er einen Weihnachtsmarkt organisiere und Aussteller dafür suche. Er könne nix versprechen, aber es sei keine Standgebühr zu bezahlen und für den anderen alteingesessenen Imker "zahle sich das nicht aus". Wir stehen dort jetzt jedes Jahr ein paar Stunden und setzen in der kurzen Zeit ca. 400eur um (kg Preis 16eur).

      Von den anderen Imkern hat einer mittlerweile aufgegeben weil ihm das mit dem VIS zu kompliziert ist und ihm ohnehin jedes Jahr alle Völker über den Winter eingingen, ein anderer Imker ist verstorben und der letzte verbliebene Imker hebt seine Preise kontinuierlich an. Er ist jetzt bei 13 eur/kg (von ursprünglich 8eur/kg als wir begonnen haben). Beim Lagerhaus gibt's immer noch 7€-Honig. Ich bemühe mich immer noch nicht besonders um Neukunden, fahre jedes Jahr brav zu der Advendveranstaltung und verkaufe alle paar Wochen ein paar Gläser über den Zaun - zum ganz normalen Preis (16eur/kg. Vom Mitbewerb reden wir gar nicht mehr, weil dass wir teurer sind als die Anderen hat sich eh schon rumgesprochen. So haben beide Imker was davon ;) ). Klar kann man davon nicht leben oder das Lager leeren. Wir vermarkten den Großteil natürlich nicht in unserem 200-Seelen-Kaff ;) . Wir haben unsere Kunden hauptsächlich in Wien und Niederösterreich, von Klosterneuburg und Gerasdorf bis Reichenau an der Rax.

      Aber das Beispiel zeigt deutlich wie sehr man sich jahrelang mit seinen eigenen Gedanken blockieren kann. In der Realität gibt es überall Leute die etwas Gutes kaufen wollen und dafür auch gerne mehr ausgeben, und Leute denen alles immer zu teuer ist. Glaubt ihr dass beim Lagerhaus so viel Honig verkauft wird? Ich habe noch nie gesehen dass ein Glas verkauft wurde (Bestimmt werden immer wieder mal auch welche verkauft, sonst würden sie nicht dort stehen. Aber wie die "Kaisersemmeln" gehen die 7eur-Gläser auch ned weg).
      Ehrlich gesagt - ich als Kunde würde den 7eur_Honig auch nicht kaufen. Um diesen Preis erwarte ich mir nix besonderes. Da kaufe ich den Honig gleich im Supermarkt dort ist er noch ein paar Cent billiger. Wenn ich einen guten Honig kaufen will kostet der auch was, den gibt's dann gar nicht im Supermarkt, und der soll dafür auch irgendwie besonders sein. --> Macht der Gedanken. Das Billige ist nix wert.

      Nachtrag: Vermarktung in Wien geht auch schwieriger als man glaubt. Der Vorteil ist nur das größere/konzentrierte Auftreten der Gattung Mensch. Aber auch in Wien wird Honig geschleudert und der Markt ist übersättigt. Man muss überall eine Besonderheit und ein Strahlen im Gesicht (positive Einstellung) haben um mit dem eigenen Produkt die Menschen zu erreichen. Bei uns hat sich unser besonders cremiger Cremehonig (z Zt 4 Sorten) und Wabenhonig (ohne Mittelwand) zum besonderen "Neukundenfang" entwickelt.
      Liebe Grüße

      Abnormal

      The post was edited 8 times, last by abnormal ().

    • abnormal wrote:

      Etwa ein Jahr später kam einer der aktiven (politisch engagierten) Ortsbewohner zu uns und erzählte uns dass er einen Weihnachtsmarkt organisiere und Aussteller dafür suche. Er könne nix versprechen, aber es sei keine Standgebühr zu bezahlen und für den anderen alteingesessenen Imker "zahle sich das nicht aus". Wir stehen dort jetzt jedes Jahr ein paar Stunden und setzen in der kurzen Zeit ca. 400eur um (kg Preis 16eur).
      Tja da geht´s bei uns schon anders zu.

      Meine Frau hat sich vor Jahren auf den Weihnachtsmarkt in Engelhartstetten gestellt.

      Den Tisch wirklich prachtvoll hergerichtet, war ein echter Hingucker.
      Die Preise nur minimal erhöht um die Standgebühr reinzubekommen.

      Die Betreiber des Weihnachtsmarktes waren so "gescheit" einen steirischen Wandervermarkter einzuladen.
      Der zwar nix selber produziert, aber von der Blunzn bis zum Honig alles im Programm hatte.
      Und relativ teuer auch noch dazu.

      Was soll ich sagen, es hat sich nach dem Bericht meiner Frau praktisch Alles um diesen einen Stand gedreht.
      Es wurden dann schon erste mürrische Stimmen unter den anderen Standlern hörbar......

      Der Gipfel war, das dann der Engelhartstettner Bürgermeister seine Leute buchstäblich zu dem steirischen Stand hingezerrt hat.
      Mit den Worten: "Da gibts die guten Sachen."

      Der Endeffekt war, es haben fast alle Standler zum Ende des Marktes bis auf den Steirischen ziemlich wütend zusammengepackt.

      Meine Frau hat grad mal die Standgebühr reingebracht und war den Tränen nahe.

      Aber einen "positiven" Punkt gab es dann doch, die haben seither niemals mehr einen Weihnachtsmarkt zusammengebracht.

      Ein Jahr drauf wurde meine Frau zwar angerufen ob sie nicht wieder kommen wollte, ihr könnt euch wohl denken was die gesagt hat.


      "Daher die Moral der Geschicht:
      Wenn auf einem Markt ein Steirer steht, dann vermarkte dort besser nicht."
      EU = Europäische Umverteilungsorganisation (Umverteilung von Unten nach Oben)

      The post was edited 1 time, last by guenther ().

    • Jetzt sind wir hier bei der selbsterfüllenden Prophezeiung oder besser bei der selbstzerstörenden Prohezeiung im Zusammenhang mit dem Honigpreis angelangt. Mit positiv denken hab ich es ehrlich gesagt nicht so. Im Gegenteil, das geht mir sehr schnell auch auf die Nerven. Dürfte genetisch bedingt sein. Meine Großmutter war immer schlecht gelaunt, war ein Meister im negativ denken, immer krank und wurde weit über 90 Jahre alt.

      Im Thema Honig kontra Zucker habe ich mich sehr schlecht ausgedrückt. Deshalb möcht ich hier noch etwas dazu schreiben.
      Ich kann mittlerweile ganz gut einschätzen wieviel Honig ich zu dem Preis den ich festgelegt habe verkaufen kann. Ich mache daraus auch kein Geheimnis 5/8/15 Euro für 250/500/1000g. Teilweise verkaufe ich auch 40kg Hobbocks ab der Schleuder um 250-300 Euro. Dieser Preis ist für mich OK. Wenn es weniger ist würde ich sehr schnell mit meinem Stundensatz in einen Bereich kommen wo ich mir mein Geld wo anders leichter verdienen kann. Für mich entsteht die meiste Arbeit bei der Ernte, im speziellen beim entdeckeln. Das ist der Hauptgrund warum ich Honig hauptsächlich Waben-oder Zargenweise zurück füttere. Das geht für mich am einfachsten. Ich muss keinen Zucker kaufen und anrühren und brauche keine Fütterungsgeschirre usw. Einzig die Kunstschwärme oder Völker von der TBE erhalten 2-3 kg Zucker damit sie einmal bauen können. Das ist räubereitechnisch wesentlich einfacher.
      Natürlich könnte ich einfach auch meine Völkerzahl um etwa ein Drittel reduzieren. Dann hätte ich in Summe auch weniger Arbeit. Ich müsste mich aber auf sichere Tracht verlassen und erst recht die Honigquetsche ansetzen. Das will ich nicht.
      Den Honigverkauf brauche ich schon sonst hätte die Imkerei keinen Zweck für mich, denn draufzahlen interessiert mich nicht. Es ist nur so dass es für mich nicht mit allen Mitteln und um jeden Preis sein muss. Rein betriebswirtschaftlich gesehen sind meine Blühflächen kalkulativer Schwachsinn. Da wär ich sogar besser dran wenn ich Wintergerste oder Hafer oder garnichts anbauen würde. Bestimmt kann man auch mit Mittelwänden mehr Honig produzieren. Da bräuchte ich wieder weniger Völker und hätte wieder weniger Arbeit. Prozessoptimierung könnte man es nennen. Ich will aber so imkern, wie ich will.
      Da hab ich sicher einen Vogel, aber den müsst's mir schon lassen...
      lg Michael
      Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär.
    • abnormal wrote:

      Bitte nicht glauben dass ich ein abgedrehter Esoteriker bin - keineswegs.
      Wie es genau funktioniert weiß ich selber nicht, in meinem Leben hat es sich aber vielfach bewahrheitet dass eine positive Denkrichtung "Wunder" bewirkt und man sich meist selbst "zur Sau gemacht hat" bevor alles "in die Hosn ging".
      Die Besorgnis als Esoteriker gesehen zu werden ist weit verbreitet. Das finde ich seltsam, denn darunter versteht scheinbar jeder etwas anderes. Es hat sich aber als abqualifizierendes Vokabel eingebürgert. Da braucht es dann keinen Inhalt mehr.

      Dass Gedanken Realität erschaffen, hat aber nichts mit Esoterik - oder Ähnlichem (da gibts mehrere verrückte Bezeichnungen) zu tun.

      Um es mal lustig und recht praktisch auszudrücken - es hat wohl noch Niemand, jemals ein Haus gebaut ohne Plan und noch Niemand hat jemals einen Plan erstellt ohne sich vorher darüber Gedanken gemacht zu haben. Wie man sieht, erschaffen Gedanken - Realität, auch völlig ohne Esoterik. :)

      Man kann es natürlich auch weiter treiben und z.B. über den Vorgang des Denkens - selbst nachdenken. Diese Art - ich nenne es mal Reflexion oder auch Kontemplation und wird möglicherweise erstaunliche Ergebnisse liefern. Ergebnisse die nicht mehr so einfach darstellbar sind wie das besagte Haus. Wir begeben uns damit in einen sehr abstrakten Bereich. Hier "mauert" bereits ein größerer Teil unserer Gesellschaft - und erfindet abqualifizierende Worte. Das ist auch völlig in Ordnung - denn kein Denker, egal welcher Epoche hatte die Masse hinter sich. Das muss er einfach aushalten. :pfu

      Und wer es noch weiter treiben will (und der Spott der Masse ist ihm sicher) der beginnt sich auf jenes Gewahrsein zu konzentrieren welches hinter dem Denken erfahrbar wird. Jetzt hör ich aber auf, weil es dafür noch keine anerkannten Worte und Bezeichnungen im Duden gibt. :peace
      LG Heinz :bier
      PS: bodenständig und mit Verstand - nehm ich mein Krügerl in die Hand lol
      je einfacher desto besser

      www.bienenwerkstatt.at
    • wolfgang.s wrote:

      guenther wrote:

      "Daher die Moral der Geschicht:
      Wenn auf einem Markt ein Steirer steht, dann vermarkte dort besser nicht."
      Aber Günther, kannst doch nicht alle Steirer in einen Topf werfen. Das war bestimmt ein Profi und wenn Leute vor einem Stand stehen, dann gesellen sich auch die Anderen dazu.
      Grüße Wolfgang auch ein Steirer hug
      Das hast du falsch verstanden, bei uns im Osten greift das steirische Marketing leider voll.

      Obwohl die auch nicht besser sind, sind die Leut´ (vor Allem die Wiener) ganz deppat auf steirische Produkte.

      Wie zb. die steirischen Äpfel, wo wenn sie die spritzen sogar leicht bräunlicher Schaum auf der Strasse steht, Maaaaahlzeit......

      Und ich schon Kürbisbestäubung bei uns im Marchfeld gemacht habe und der Bauer grinsend erzählt hat: "Geht Alles in die Steiermark...."

      Also "Echt g´sund steirisch.......mitten aus dem Marchfeld.....das gute steirische Kürbiskernöl....."" :D :D :D
      EU = Europäische Umverteilungsorganisation (Umverteilung von Unten nach Oben)